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Deutscher "Serienkiller" mit sechs Morden in Verbindung gebracht

Möglicherweise gibt es einen Mittäter Salzburg24
Möglicherweise gibt es einen Mittäter

Im Fall eines mittlerweile verstorbenen mutmaßlichen Serientäters im deutschen Bundesland Hessen steigt die Zahl der Verdachtsfälle: Die Polizei bringt ihn mit mindestens sechs Morden in Verbindung. Hinzu kämen mindestens vier weitere Fälle, die zumindest einzelne Ähnlichkeiten aufwiesen.

Als ziemlich sicher gilt, dass der 2014 gestorbene Verdächtige eine Prostituierte tötete, deren zerstückelte Leiche in seiner Garage in Schwalbach gefunden wurde. Hinzu kommen zwei Morde an Prostituierten in den 90er-Jahren in Frankfurt am Main sowie zwei Morde an Frauen ebenfalls in Frankfurt in den 70er-Jahren. Außerdem passe der Fall des 1998 in Frankfurt-Höchst getöteten 13-jährigen Tristan ins Bild, obwohl es sich beim Opfer um einen Buben handelte. Auch bei Tristan habe der Täter sadistische sexuelle Fantasien ausgelebt.

Serienmörder könnte Mittäter gehabt haben

Der mutmaßliche Serienmörder hatte möglicherweise einen Mittäter. Speziell eine Leiche lasse "daran denken, dass hier möglicherweise zwei Täter ihre Fantasien ausgelebt haben", sagte einer der Ermittler.

Und noch weitere Details enthüllten die Ermittler: Manfred S. habe zumindest einem seiner Opfer Organe entnommen. Dieses spezielle "Verletzungsbild", welches bei der zerstückelten Frauenleiche in seiner Schwalbacher Garage festgestellt worden sei, sei auch bei fünf weiteren Morden in den vergangenen Jahrzehnten gefunden worden, sagten die Ermittler.

Aus entnommenen Leichenteilen neuen Körper zusammensetzen

Bei den Opfern seien auch immer unterschiedliche Körperteile entnommen worden. Bei allen Taten gebe es die Gemeinsamkeit, dass Organe und Körperteile vom Täter mitgenommen worden seien, aber nie die gleichen. Ermittler Frank Hermann sagte am Donnerstag in Wiesbaden: Mal sei es ein rechtes Bein, mal ein linker Arm - "wenn Sie das zusammenrechnen, könnten Sie sich tatsächlich dadurch einen neuen Körper herstellen".

Von der Polizei wird Manfred S. als "ganz normaler Familienvater" beschrieben. Er sei bis zu seinem Tod 2014 im Alter von 67 Jahren polizeilich nicht aufgefallen, sagte Ermittler Frank Hermann. Nach seinem Tod waren zufällig in seiner Garage die Leichenteile einer Prostituierten gefunden worden.

(APA)

(Quelle: S24)

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