Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Digitale Zukunft sorgt bei Großteil der Österreicher für wenig Begeisterung

Großteil der Österreicher sieht digitaler Zukunft negativ entgegen. Bilderbox/Archivbild
Großteil der Österreicher sieht digitaler Zukunft negativ entgegen.

Kryptowährung statt Bargeld, autonome Verkehrsmittel oder Lieferservice per Drohnen - derartige digitale Zukunftsaussichten bewertet ein Großteil der Österreicher negativ. Am aufgeschlossensten für solche Entwicklungen zeigen sich die unter 30-Jährigen, wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Spectra in Linz ergab. Am Donnerstag wurden die Ergebnisse präsentiert.

1.051 Österreicher ab 15 Jahren wurden in persönlichen Interviews über ihre Vorstellungen zur digitalen Zukunft befragt. Zu sechs unterschiedlichen Trends sollten sie eine Einschätzung abgeben. Am ehesten für umsetzbar halten die Befragten die Entwicklung von 3D-Druckern zur Herstellung von Alltagsgegenständen (Möbel, Schuhe) oder medizinischen Produkten wie Prothesen. 14 Prozent werten diese Entwicklung als "sehr positiv", 30 Prozent immerhin noch als "eher positiv". Allerdings sehen auch 23 Prozent dies für unrealistisch an.

Kryptowährungen sorgt für Misstrauen in Österreich

Auf das größtes Misstrauen stoßen hingegen Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie. Knapp die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent) steht dieser Entwicklung "sehr negativ" gegenüber, 16 Prozent "eher negativ". Kapp ein Viertel bewertet dies ohnehin als unrealistisch. Ebenfalls skeptisch sehen 50 Prozent, dass in naher Zukunft Verkehrsmittel autonom, ohne jeglichen menschlichen Eingriff auf Straßen, zu Wasser oder in der Luft unterwegs sein könnten.

Big Data wird abgelehnt

Genau der gleiche Prozentsatz lehnt auch Big Data ab. Weiters wünscht die Hälfte der Österreicher nicht die Realisierung eines Lieferservice mit Drohnen in den nächsten Jahren. Immerhin 32 Prozent können aber der Entwicklung von Microchips für Körper oder Kleidung, um etwa Infos zum Gesundheitszustand zu erhalten, etwas Positives abgewinnen. Für die abgefragten digitalen Innovationen können sich am ehesten Österreicher unter 30 Jahren - egal ob männlich oder weiblich - sowie Großstädter oder Menschen höherer Bildungsschichten begeistern. Die in der Studie zutage getretene hohe Ablehnung von Neuerungen werten die Studienautoren als einen "psychologisch vollkommen erklärbaren Reflex".

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.03.2021 um 10:08 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/digitale-zukunft-sorgt-bei-grossteil-der-oesterreicher-fuer-wenig-begeisterung-57773383

Kommentare

Mehr zum Thema