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Diözese Locri gewährt Ablass für reuige Mafiosi

Reuige Mafiosi können am kommenden Wochenende im kalabrischen Marienheiligtum Nostra Signora dello Scoglio einen Ablass gewinnen. Der Nachlass der Sündenstrafen wird per Verfügung des päpstlichen Gnadengerichtshofs solchen Personen gewährt, die dem organisierten Verbrechen abschwören, berichtete die Nachrichtenagentur kathpress unter Berufung auf die süditalienische Diözese Locri-Gerace.

Man wolle zur Abkehr von einer Mentalität ermuntern, die "Ausdruck einer Kultur des Todes" und dem christlichen Glauben radikal entgegengesetzt sei, zitierte kathpress die Diözese am Mittwoch. Anlass der Initiative ist demnach ein diözesanweiter Gebetstag gegen die Mafia, der von Bischof Francesco Oliva im vergangenen Jahr Anfang Oktober eingeführt worden war. Die Region gilt als Hochburg der kalabrischen 'Ndrangheta. Zur Diözese Locri gehört der Ort San Luca, aus dem auch der mutmaßliche Drahtzieher der Mafia-Morde in der deutschen Stadt Duisburg im August 2007 stammt.

Der Ablass tilgt die sogenannten zeitlichen Sündenstrafen. Weitere Bedingungen neben dem Besuch des Marienheiligtums nahe der Stadt Caulonia sind eine Beichte mit sakramentaler Sündenvergebung, der Empfang der Kommunion und ein Gebet im Sinn des Papstes.

(APA)

Aufgerufen am 11.12.2018 um 09:15 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/dioezese-locri-gewaehrt-ablass-fuer-reuige-mafiosi-60328777

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