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Dorf in Bangladesch kämpft gegen Ölteppich

Nach der Havarie eines Öltankers in Bangladesch kämpfen Dorfbewohner mit nackten Händen gegen den schwarzen Schleim an. Kübel und Töpfe kämen zum Säubern des Wassers ebenso zum Einsatz wie Jutesäcke und Kleidungsstücke, sagte Habibur Rahman Bhuiyan, Chef der südlichen Mongla-Hafenbehörde am Freitag.

Der Tanker war am Dienstag im Delta des Flusses Shela im Sundarbans-Mangrovenwald gerammt worden. Daraufhin floss ein Großteil der 350.000 Liter Heizöl ins Wasser. Umweltschützer befürchten eine Umweltkatastrophe in dem UNESCO-Weltnaturerbe.

Die örtlichen Bewohner helfen bei den Rettungsarbeiten, seitdem die Behörden angekündigt hatten, sie könnten das gesammelte Öl an ein staatliches Unternehmen verkaufen. Der schwarze Schleim hat sich wegen der Wasserbewegungen durch Ebbe und Flut schon auf einer Fläche von etwa 70 Quadratkilometern ausgebreitet.

In den Sundarbans leben unter anderem bengalische Tiger, Krokodile sowie die seltenen Irawadi- und Ganges-Fluss-Delfine. Die Regierung hat nun allen kommerziellen Schiffen verboten, durch den 140.000 Hektar großen Mangrovenwald zu fahren.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 10.04.2021 um 11:12 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/dorf-in-bangladesch-kaempft-gegen-oelteppich-46178932

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