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Drahtzieher von Ruanda-Völkermord schuldig erklärt

Ein Berufungsgericht in Norwegen hat einen Drahtzieher des Völkermordes in Ruanda für mitschuldig am Tod von mehr als 2.000 Menschen erklärt. Das Strafmaß solle im Jänner verkündet werden, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB am Dienstag. Sadi Bugingo hatte gegen seine Verurteilung zu 21 Jahren Haft im vergangenen Jahr Berufung eingelegt.

Der 49-Jährige aus Ruanda steht in Norwegen vor Gericht, weil er seit 2001 in Bergen gelebt hat. In dem Prozess waren rund hundert Zeugen gehört worden, 88 davon aus Ruanda. Viele davon hatten ausgesagt, dass Bugingo bei den Morden dabei gewesen sei. Der Anwalt des Angeklagten äußerte laut NTB Zweifel daran, dass alle Zeugen die Wahrheit sagten.

Die Richter befanden, dass Bugingo eine Führungsrolle bei der Planung und Ausführung von zwei Massakern während des Mordes an den Tutsis 1994 gespielt hatte. In nur 100 Tagen wurden in Ruanda mindestens 800.000 Männer, Frauen und Kinder von radikalen Hutu-Milizen ermordet.

(Quelle: S24)

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