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Dutzende Personalwechsel

Auch US-Innenminister Zinke tritt zurück

Ryan Zinke muss gehen

US-Präsident Donald Trump muss sich nach einem neuen Stabschef im Weißen Haus auch einen neuen Innenminister suchen. Amtsinhaber Ryan Zinke werde die Regierung Ende des Jahres verlassen, twitterte Trump am Samstag. Einen Grund dafür nannte er nicht.

"Ryan hat in seiner Amtszeit viel geleistet, und ich möchte ihm für den Dienst an unserer Nation danken." Zinke, ein früherer Elite-Soldat und Abgeordneter aus dem Staat Montana, war zuletzt wegen der Nutzung von Charter-Flügen und einem Immobiliengeschäft unter Beschuss geraten. Anders als andere Kabinettskollegen war Zinke vom Senat klar bestätigt worden. Der studierte Geologe und passionierte Bergsteiger hatte dann aber mehrmals Schwierigkeiten, sich an die Reisevorschriften zu halten, und flog gern viel teurer als nötig. Eine Türen in seinem Büro wollte er für 139.000 US-Dollar auswechseln lassen.

Liebling der Energie- und Bergwerksbranche

Zinke leitete das Innenressort, das für das Land im Besitz des Staates zuständig ist, seit Anfang 2017. In den USA ist das Innenministerium nicht so wie anderen Ländern für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Das US-Innenministerium hat vielmehr die Kontrolle über rund ein Fünftel der gesamten öffentlichen Flächen der Vereinigten Staaten, darunter auch Nationalparks wie Yellowstone und Yosemite. Das Innenministerium hat landesweit mehr als 70.000 Mitarbeiter.

Er setzte sich im Sinne Trumps für eine Ausweitung von Ölbohrungen und Kohleminen ein, indem er Pachtverträge erweiterte, Nutzungsgebühren senkte und den Umweltschutz einschränkte. Er verkleinerte Schutzgebiete im Staat Utah auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe und setzte sich für Ölbohrungen in der Arktis, im Pazifik und im Atlantik ein. Damit avancierte er zum Liebling der Energie- und Bergwerksbranche, während er sich unter Umweltschützern erbitterte Feinde machte.

Personalwechsel im Weißen Haus

Seit Trump Anfang 2017 ins Weiße Haus einzog, hat es Dutzende Personalwechsel gegeben - zu den aufsehenerregendsten gehörte die angeblich per Twitter erfolgte Entlassung von Außenminister Rex Tillerson im März. Erst im vergangenen Monat drängte Trump seinen Justizminister Jeff Sessions zum Rücktritt.

(APA)

Aufgerufen am 18.01.2019 um 04:04 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/dutzende-personalwechsel-auch-us-innenminister-zinke-tritt-zurueck-62578930

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