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Ein Dutzend Taliban-Kämpfer in Pakistan getötet

Bei Gefechten und einem US-Drohnenangriff sind in den Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans nahe der Grenze zu Afghanistan am Samstag mindestens zwölf Kämpfer der radikalislamischen Taliban getötet worden. Zwei Extremisten wurden nach offiziellen Angaben bei einer Razzia in der Stadt Shabqadar etwa 30 Kilometer nördlich von Peshawar getötet.

Bei Schusswechseln starben dort demnach auch ein Polizist und ein paramilitärischer Kämpfer. Fünf weitere Aufständische wurden zudem nach Behördenangaben in der Stadt Matni rund 15 Kilometer südlich von Peshawar getötet. Beim Angriff einer US-Drohne in der Region Nord-Waziristan starben demnach mindestens fünf Taliban-Kämpfer. Es sei aber damit zu rechnen, dass die Zahl der Toten noch ansteigen werde, sagte ein ranghoher Vertreter der Sicherheitsbehörden einer Nachrichtenagentur.

Die Stammesbezirke im Nordwesten Pakistans gelten als Rückzugsort der Taliban, die am Dienstag bei einem Angriff auf eine Schule in Peshawar fast 150 Menschen töteten, die meisten davon Kinder. Regierung und Militär kündigten daraufhin an, mit aller Entschlossenheit gegen die Islamisten vorzugehen. Die Rebellenbewegung Tehreek-e-Taliban Pakistan hatte sich zu dem Anschlag auf die Schule bekannt und sie als Vergeltung für die Militäroffensive in den Stammesgebieten bezeichnet.

Nach offiziellen Angaben wurden bei den Armeeeinsätzen bisher mehr als 1.700 Aufständische und etwa 130 Soldaten getötet. Menschenrechtsaktivisten werfen dem Militär aber vor, eine zu hohe Zahl getöteter Aufständischer anzugeben und Opfer in der Zivilbevölkerung zu verschweigen.

(Quelle: S24)

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