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Ein Toter und Verletzte bei Zwangseinweisung in Hamburg

Einer der Männer sprang aus dem Gebäude APA (dpa)
Einer der Männer sprang aus dem Gebäude

Bei einer Zwangseinweisung hat ein psychisch Kranker am Montag in Hamburg mehrere Menschen und sich selbst mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Ein 50-jähriger Mitarbeiter des Bezirksamts starb noch an Ort und Stelle an seinen schweren Verletzungen, teilte die Polizei mit. Dessen Kollege und der 28-jährige Täter wurden lebensgefährlich verletzt.

Der Vorfall ereignete sich in der Wohnung des psychisch kranken Manns im Stadtteil Eißendorf. Auch sein persönlicher Betreuer wurde übergossen und leicht verletzt. Laut Polizei wollten zwei Behördenmitarbeiter des sogenannten Zuführdiensts und der Betreuer den Mann abholen, weil er in eine Psychiatrie zwangseingewiesen werden sollte. Ein Gericht hatte dies verfügt.

Die Ermittlungen zu den genauen Motiven und Hintergründen dauerten zunächst noch an, wie die Beamten mitteilten. Auch die Wohnung des Manns stand in Flammen und musste von der Feuerwehr gelöscht werden.

Nach Angaben der Feuerwehr war sie von Anrufern über ein Feuer und eine mögliche Explosion informiert worden. Einsatzkräfte stießen vor dem Haus auf drei schwerstverletzte Männer, von denen einer laut Augenzeugen aus einem Fenster der Wohnung im dritten Stock gesprungen war. Einer der Verletzten starb, die beiden anderen wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkrankenhäuser geflogen.

(APA/ag.)

Aufgerufen am 15.12.2018 um 05:30 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/ein-toter-und-verletzte-bei-zwangseinweisung-in-hamburg-60273964

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