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Zwitscher-Chaos

Elon Musk legt neues Twitter-Häkchen auf Eis

Fake-Accounts sollen verhindert werden

Meldungsliste(1)(23).jpg APA/AFP/Frederic J. BROWN
Twitter-Chef Elon Musk will den Kauf des begehrten Verifikations-Häkchens erst wieder ermöglichen, wenn die Fälschung von Accounts "mit hoher Wahrscheinlichkeit" vermieden werden kann.

Das Chaos bei Twitter seit der Übernahme durch Tech-Gigant Elon Musk setzt sich weiter fort: Nachdem der neue Twitter-Chef zuerst die Funktion geschaffen hatte, per Abo-Zahlung ein blaues Häkchen kaufen zu können, wird nun wieder zurückgerudert. Grund dafür sind massenweise Fake-Accounts.

Twitter-Chef Elon Musk will den Kauf des begehrten Verifikations-Häkchens erst wieder ermöglichen, wenn die Fälschung von Accounts "mit hoher Wahrscheinlichkeit" vermieden werden kann. Außerdem würden Twitter-Profile von Organisationen und Einzelpersonen künftig voraussichtlich Häkchen in verschiedenen Farben bekommen, kündigte Musk in der Nacht zu Dienstag per Tweet an. Nähere Details nannte er nicht.

Twitter-Abo erst ab Ende November wieder verfügbar

Musk hatte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Die daraufhin am 9. November neu geschaffene Funktion zum Häkchen-Kauf per Abo-Zahlung wurde nach dem gehäuften Auftreten gefälschter Prominenten- und Marken-Accounts schnell wieder ausgesetzt. Musk kündigte danach an, sie bis Ende vergangener Woche wieder einzuführen - was nicht geschah. Dann ließ er wissen, das Abo solle erst am 29. November wieder verfügbar sein.

Keine Identitätsprüfung für Häkchen seit Musk-Übernahme

Jahrelang wurden die Häkchen Politiker:innen und anderen Prominenten sowie Unternehmen und Organisationen nach einer Prüfung durch Twitter gewährt. Nach dem neuen Modell soll das Häkchen jeder bekommen, der acht Dollar im Monat bezahlt. Eine Identitätsprüfung gibt es nicht. Da die Häkchen genau gleich aussehen, wird erst nach Anklicken des Symbols klar, ob man es mit einem tatsächlich verifizierten Account oder mit einem neuen, gekauften Häkchen zu tun hat.

Fake-Accounts mit Folgen

Einige Nutzer legten mit den gekauften Häkchen glaubwürdig wirkende Fake-Accounts an – etwa für Basketball-Star LeBron James, die Spielefirma Nintendo und Ex-US-Präsident Donald Trump. Der Pharmakonzern Eli Lilly sah sich zu einer Entschuldigung bei Twitter-Nutzern gezwungen, die ein Fake-Account glauben gemacht hatte, Insulin werde künftig kostenlos vertrieben. Ein angeblich verifizierter Fake-Account des Fruchthändlers Chiquita verkündete, die brasilianische Regierung gestürzt zu haben. Nach wenigen Tagen schaltete Twitter die Funktion schließlich wieder ab.

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Werbekunden gehen auf Distanz zu Twitter.

Elon Musk droht abtrünnigen Twitter-Werbekunden

Tech-Milliardär Elon Musk droht abtrünnigen Twitter-Werbekunden damit, sie öffentlich bloßzustellen. Unterdessen wurde die Hälfte der Mitarbeiter:innen des Kurznachrichtendienstes entlassen.

Firmen wenden sich von Twitter ab

Seit der Übernahme durch Musk macht Twitter unter anderem die Zurückhaltung großer Werbekunden zu schaffen. Werbeeinnahmen machten zuletzt rund 90 Prozent der Firmen-Erlöse aus.

Twitter, SB ASSOCIATED PRESS
(SYMBOLBILD)

Twitter will Mitarbeiter via E-Mail kündigen

Twitter will offenbar etwa die Hälfte seiner Angestellten entlassen. Wer betroffen ist, soll dies kommenden Freitag per Mail erfahren.

Kein weiterer Jobabbau geplant

Musk plant einem Medienbericht zufolge keine weiteren Jobkürzungen bei dem Kurznachrichtendienst. Vielmehr stelle das Unternehmen Personal in den Bereichen Marketing und Technik ein, tweetet Reporter Alex Heath vom Technikportal "The Verge" am Montag.

(Quelle: APA)

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