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Ermittlungen

Prinz Andrew soll in Epstein-Skandal aussagen

Vorladung nach Festnahme von Ghislaine Maxwell

20200119_PD22442.HR.jpg AFP/LINDSEY PARNABY/Archiv
Prinz Andrew soll i mZuge des Epstein-Skandals als Zeuge befragt werden.

Der britische Prinz Andrew (60) hat sich überrascht gezeigt über die erneute Einladung der US-Ermittler zur Aussage im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein. Das Team des Herzogs von York sei "verblüfft, angesichts dessen, dass wir zwei Mal mit der US-Justiz im vergangenen Monat kommuniziert haben", hieß es aus dem Umfeld Andrews am Donnerstagabend. Bisher habe man keine Antwort erhalten.

Die Aufforderung zur Zeugenaussage kam nur Stunden zuvor bei einer Pressekonferenz der US-Staatsanwaltschaft zur Festnahme der ehemaligen Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell. Der 58-Jährigen wird vorgeworfen, Epstein bei dem Missbrauch minderjähriger Frauen geholfen und sogar selbst daran teilgenommen zu haben. Der US-Unternehmer hatte sich im vergangenen Sommer in einer New Yorker Gefängniszelle das Leben genommen.

Prinz Andrew soll im Epstein-Skandal aussagen

"Wir würden es weiter sehr gerne sehen, wenn er zu uns käme und mit uns sprechen würde", sagte die New Yorker Staatsanwältin Audrey Strauss über den zweitältesten Sohn der Queen. "Unsere Türen bleiben offen."

Andrew wird Missbrauch vorgeworfen

Andrew soll als Zeuge verhört werden. Doch ihm wird auch selbst vorgeworfen, an dem Missbrauch beteiligt gewesen zu sein. Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre behauptet, sie sei im Jahr 2001 im Haus Maxwells in London zum Sex mit dem zweitältesten Sohn der Queen gedrängt worden. Damals war sie erst 17 Jahre alt. Zum Beweis legte sie ein Foto vor, das alle drei in einem oberen Stock des Hauses zeigt, Andrews Arm ist um die entblößte Taille des Mädchens gelegt. Der Prinz behauptet jedoch, sich nicht an eine Begegnung zu erinnern und legte sogar nahe, das Bild sei möglicherweise gefälscht.

In britischen Medien wurde spekuliert, Andrew weigere sich womöglich, mündlich auszusagen und stelle nur eine schriftliche Beantwortung von Fragen in Aussicht.

(Quelle: APA)

Epstein-Vertraute festgenommen

Jeffrey Epstein ASSOCIATED PRESS

Die frühere Vertraute des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, ist Medienberichten zufolge festgenommen worden. Maxwell sei im US-Ostküstenstaat New Hampshire von der Bundespolizei FBI gefasst worden und solle noch am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden, berichteten mehrere US-Sender.

Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell soll junge Mädchen rekrutiert haben, um Epsteins sexuelles Verlangen zu befriedigen. Dem US-Unternehmer war vorgeworfen worden, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Im vergangenen August nahm er sich in einem New Yorker Gefängnis das Leben.

Maxwell wird Mittäterschaft vorgeworfen

Viele Frauen, die Epstein Sexualverbrechen vorwerfen, werfen Maxwell eine Mittäterschaft vor. Die Tochter eines britischen Verlegers soll Geschäftspartnerin und eine Zeit lang auch Freundin von Epstein gewesen sein.

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