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Erdogan: 14 Festnahmen nach Anschlag in Ankara

14 Festnahmen gibt es bereits nach dem Attentat in Ankara. APA/AFP/ADEM ALTAN
14 Festnahmen gibt es bereits nach dem Attentat in Ankara.

Nach dem tödlichen Selbstmordattentat in Ankara sind nach Angaben der türkischen Führung 14 Verdächtige festgenommen worden. Die Zahl werde voraussichtlich noch steigen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag vor Journalisten in Ankara.

Er betonte, dass die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihr syrischer Ableger PYD, beziehungsweise deren bewaffneter Arm YPG für den Anschlag verantwortlich seien.

"Auch wenn diejenigen an der Spitze, sei es die PKK oder der PYD, sagen, dass diese Sache nichts mit ihnen zu tun hat, so hat sich durch Informationen und Belege, die unser Innenministerium und unsere Geheimdienste verschafft haben, letztendlich ergeben, dass diese Sache ihnen zuzuschreiben ist", sagte er.

Schon zuvor hatte der türkische Regierungschefs Ahmet Davutoglu PKK und YPG für den verheerenden Anschlag von Ankara verantwortlich. Davutoglu sagte am Donnerstag, ein 1992 in Syrien geborener Selbstmordattentäter habe die Tat mit Unterstützung der "separatistischen Terrororganisation" PKK verübt.

YPG und PKK dementieren Beteiligung an Tat

YPG und PKK dementierten eine Beteiligung an der Tat, bei der der Attentäter mit einer Autobombe 28 Menschen mit in den Tod gerissen hatte.

Davutoglu kündigte Vergeltung für den Anschlag an. Zugleich erhob er schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Damaskus. "Die YPG ist eine Marionette des syrischen Regimes, und das syrische Regime ist direkt verantwortlich für diesen Anschlag. Wir behalten uns das Recht vor, jede Art von Maßnahme gegen das syrische Regime zu treffen." Die Türkei werde den "verräterischen Elementen und Marionetten der äußeren Mächte ohne zu zögern auf härteste Weise entgegentreten".

Davutoglu sagte am Donnerstag, bei den Opfern des Anschlags in der Nähe des Parlaments in Ankara habe es sich um 27 Soldaten und einen Regierungsbeamten gehandelt. Von den 61 Verletzten schwebte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DHA niemand in Lebensgefahr.

(APA)

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