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Erdogan verurteilt US-Hilfe für Kurdenmiliz im Anti-IS-Kampf

Wieder einmal scharfe Töne von Erdogan Salzburg24
Wieder einmal scharfe Töne von Erdogan

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Unterstützung der USA für kurdische Milizen im Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) kritisiert. Damit verschärfte sich am Samstag ein schwelender Streit, in dem Fotos von US-Soldaten mit Uniformabzeichen der syrischen Kurdenmiliz YPG auf türkischer Seite zu neuer Verärgerung geführt hatten.

Die Kurdenmiliz YPG ist der bewaffnete Arm der dominierenden syrischen Kurdenpartei PYD. Die Miliz ist ein Partner des Westens im Kampf gegen den IS.

Erdogan: "Ich verurteile das"

"Die Unterstützung, die die USA der PYD und der YPG gegeben haben (...) Ich verurteile das", sagte Erdogan am Samstag in der Kurden-Metropole Diyarbakir im Südosten der Türkei. Er beschuldigte militante Kurden, sie seien "Atheisten" und "Zoroastrier", Anhänger einer alten, heute vor allem in Indien verbreiteten, monotheistischen Religion.

Türkei sieht YPG als Terrororganisation

Am Vortag hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bereits wegen der Fotos protestiert. "Es ist inakzeptabel, dass US-Soldaten das Emblem einer Terrororganisation tragen", sagte er. Für die Türkei ist die Kurdenmiliz YPG eine Terrororganisation wie die türkische PKK (Kurdische Arbeiterpartei).

Der Sprecher der US-Armee im Irak, Steve Warren, hatte das Tragen der Abzeichen als unangebracht bezeichnet. Er verwies auch auf eine lange verbreitete Praxis von Spezialkräften bei der Zusammenarbeit mit anderen Einheiten, die aber nicht erlaubt sei.

(APA)

(Quelle: S24)

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