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Erfinder der ersten Videospielkonsole verstorben

Er stieß eine Revolution an Salzburg24
Er stieß eine Revolution an

Der Erfinder der ersten Videospielkonsole ist tot. Ralph H. Baer starb nach Medienberichten am Nikolaustag im Alter von 92 Jahren in New Hampshire in den USA. "Ein paar Dioden und Transistoren, mehr brauchte er nicht, um eine Revolution anzustoßen", schrieb etwa "Der Spiegel" in einem Nachruf.

Baer wurde am 8. März 1922 in Rodalben in Deutschland geboren. Mit seiner Familie war er vor den Nazis nach Amerika geflüchtet, wo er per Fernkurs vom National Radio Institute in der Radio- und Fernsehwartung ausgebildet wurde. Im August 1966 kam Baer erstmals auf die Idee einer Heimspielekonsole, als er über den Gebrauch von Fernsehgeräten nachdachte.

Diesen zündenden Einfall hatte Baer an einem Busbahnhof in Manhattan, wo er auf einen Kollegen wartete und plötzlich die erste Spielekonsole der Welt skizzierte: "Der Entwurf umfasste schließlich vier Seiten", schrieb "Die Welt". 1968 war der Prototyp fertig entwickelt, 1971 wurde er zum Patent angemeldet, 1972 begann ein Lizenznehmer, die "Odyssey" genannte Konsole zu vertreiben. Das berühmteste der wenigen Spiele, die der Prototyp beherrschte, nannten Baer und seine Mitarbeiter "Ping Pong" - zwei Schläger, ein Ball und ein Drehknopf, mit den man die Flugbahn beeinflussen konnte.

Den Titel "Vater der Videospiele" trug laut "Spiegel" trotzdem lange ein anderer: Nolan Bushnell, der später Atari gründete. Bushnell hat stets bestritten, die Idee gestohlen zu haben. Aber seine Unterschrift im Gästebuch einer Demonstrationsveranstaltung beweist, dass er die "Odyssey" ausprobiert hatte, bevor er mit seinem Arkade-Automaten "Pong" die Videospielrevolution startete.

(Quelle: S24)

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