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Erneut Rentiere in Norwegen von Zug überfahren: Schon 127 tote Tiere

Der letzte Rentier-Zusammenstoß am Wochenende forderte 65 tote Rentiere. APA/AFP/AFP/John Erling Utsi
Der letzte Rentier-Zusammenstoß am Wochenende forderte 65 tote Rentiere.

In Norwegen sind am Mittwoch erneut 17 Rentiere von einem Zug überfahren worden - innerhalb einer Woche verendeten damit 127 Tiere im hohen Norden des Landes auf diese Weise. Wie die nationale Bahngesellschaft Bane Nor mitteilte, soll nach dem neuerlichen Vorfall der Bau eines Zauns beschleunigt werden, um weitere Rentier-Dramen auf den Gleisen zu verhindern.

Demnach soll der 25 Kilometer lange Zaun in der Gefahrenzone, dessen Errichtung ursprünglich für 2019 oder 2020 vorgesehen war, nun ab kommendem Jahr gebaut werden. Allein am Samstag waren bei einem Unfall mit einem Güterzug auf einen Schlag 65 Rentiere getötet worden. Die Bilder der Kadaver im blutgetränkten Schnee sorgten über die Landesgrenzen hinaus für Empörung.

Rentier-Wanderung fordert immer wieder Opfer

In Norwegen leben rund 250.000 Rentiere halb wild, die meisten von ihnen im hohen Norden des Landes. Derzeit werden die Herden in ihre Überwinterungsgebiete geführt. Die Wanderungen sind gefährlich, Zusammenstöße der Tiere mit Autos oder das Ertrinken bei dem Durchqueren von Gewässern sind keine Seltenheit.

(APA/ag)

(Quelle: S24)

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