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Erste Textteile für Weltklimavertrag erarbeitet

Verantwortliche signalisierten Zuversicht Salzburg24
Verantwortliche signalisierten Zuversicht

Nach über einer Woche intensiver Verhandlungen liegen bei der UNO-Klimakonferenz in Lima erste Textteile für einen Weltklimavertrag zur weiteren Diskussion vor. Der unverbindliche Entwurf enthält noch zahlreiche offene Fragen und ist im Vergleich zur ersten informellen Vorlage von 23 auf 33 Seiten angewachsen. UNO und Gastgeber Peru zeigten sich über den bisherigen Verlauf der Konferenz zufrieden.

Die Elemente für den Verhandlungsentwurf reflektierten einen andauernden Arbeitsprozess, hieß es am Montag bei der Vorlage des Textes. Einen ersten Entwurf gab es auch für den Lima-Beschluss, der Kriterien für nationale Klimaschutzzusagen samt Fristen für deren Erfüllung definieren sollen. Allein dafür liegen sieben verschiedene Textoptionen vor, die von fünf bis zehn Jahren reichen oder den Zeitraum ganz ins Ermessen der jeweiligen Länder stellen.

Der Rohentwurf soll Grundlage sein für einen Klimavertrag, der Ende 2015 in Paris verabschiedet werden soll. Das Ziel ist es, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen.

Die Gespräche über die Textelemente für den Entwurf eines Weltklimavertrages gingen mit Optimismus voran, lobte die Chefin des UNO-Klimasekretariats, Christiana Figueres. Der Text werde nun "Zeile für Zeile und Komma für Komma" durchgegangen. Der peruanische Umweltminister und Konferenzpräsident Manuel Pulgar-Vidal gab sich überzeugt, dass die Konferenz mit 195 Teilnehmerstaaten ein Erfolg und am Freitag pünktlich beendet wird.

Die Umweltorganisation WWF zeigte sich zwar erleichtert, dass der vorliegende Verhandlungstext die richtigen Bereiche abdecke. "Die Herausforderung ist aber, dass diese Elemente nicht in der richtigen Balance sind", mahnte WWF. So werde etwa die vor allem von Entwicklungsländern betonte Frage der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen weniger umfangreich behandelt als die Vorgaben für die Ziele zur Treibhausgas-Minderung.

Am heutigen Dienstag startet in Lima die Ministerrunde. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon wird erwartet. Aus Österreich nimmt Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) an der Konferenz teil.

Europäische Umweltorganisationen setzten während der Konferenz ein Zeichen: Weil keines der 58 untersuchten Länder ausreichende Anstrengungen gegen den gefährlichen Klimawandel unternehme, bleiben im neuen Klimaschutz-Index die ersten drei Plätze unbesetzt. "Österreich ist um fünf Plätze auf den 36. Rang abgerutscht", berichtete Global 2000 am Montag.

(Quelle: S24)

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