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Essl Museum 2015: Ureinwohner, Wilde und Deutsche

Dicht gedrängtes Programm 2015 in Klosterneuburg Salzburg24
Dicht gedrängtes Programm 2015 in Klosterneuburg

Das Essl Museum in Klosterneuburg spannt in seinen Ausstellungen 2015 einen Bogen von Australien über Südosteuropa, Österreich und Deutschland bis nach New York. Am 29. Jänner öffnet die Schau "Aboriginal Art", in der die Kunst der Ureinwohner Australiens präsentiert wird. Das teilte das Museum in einer Aussendung mit.

Die Sammlung Essl besitzt eigenen Angaben zufolge eine der bedeutendsten Kollektionen von Aboriginal Art in Europa. Der besondere Fokus liege nun auf dem Spannungsfeld zwischen Tradition, Überlieferung und künstlerischer Innovation vor dem Hintergrund der großen spirituellen Kraft der Arbeiten. Bis 16. August werden Werke von u.a. Emily Kame Kngwarreye, Rover Julama Thomas und Queenie McKenzie Nakarra sowie auch jüngere Positionen wie Destiny Deacon präsentiert. Daneben noch zu sehen sind die 2014 eröffneten Ausstellungen "Adolf Frohner" bis 11. Jänner, "Die Zukunft der Malerei" bis 8. Februar und "Weltenbummler. Abenteuer Kunst" bis 1. März.

Ab 18. März zeigt das Museum eine Retrospektive zum 75. Geburtstag des österreichischen Künstlers Peter Pongratz. Ausgehend von den Werken der Sammlung Essl verfolgt die Ausstellung das Werk des Künstlers von den 1960er-Jahren bis heute, es werden auch ganz neue Arbeiten aus dem Atelier von Pongratz gezeigt. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler.

Die Eröffnung von "Peter Pongratz. Zum 75. Geburtstag" findet gemeinsam mit jener für "Die wilden Jahre" statt, die sich den vom schnellen Malduktus getriebenen Werken österreichischer Künstler in den frühen 1980ern widmet: Vertreten sind u.a. Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Gunter Damisch, Herbert Brandl, Alois Mosbacher, Hubert Schmalix und Otto Zitko.

Weiter im Jahresprogramm geht es ab 24. Juni mit "Die Deutschen" und Werken von u.a. Georg Baselitz, Tim Eitel, Günther Förg, Anselm Kiefer, Jonathan Meese, Daniel Richter und Günther Uecker. Ab 4. September zeigt Sammler Karlheinz Essl in "Moondog" Sammlungswerke in einer thematisch assoziativen Schau, deren Auswahl inspiriert wurde vom Musiker Moondog, einem US-amerikanischen Künstler, der sich im New York der Nachkriegszeit bewusst außerhalb von gesellschaftlichen Konventionen bewegte. Die österreichische Künstlerin Johanna Kandl ist mit Werkblöcken aus allen Phasen ihres künstlerischen Schaffens ab 9. Oktober im Museum vertreten.

"Diversity of Voices. EAA CEE 2015" bietet ab 4. Dezember einen vielschichtigen Einblick in die junge Kunstszene Zentral- und Südosteuropas. Zu sehen sind die Werke der 16 Preisträger des Essl Art Award CEE 2015, der bereits zum sechsten Mal von einer internationalen Jury an Künstler aus Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien und der Türkei vergeben wird. Alle Medien der zeitgenössischen Kunst sollen dabei vertreten sein.

(Quelle: S24)

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