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EU bringt Brexit-Kompromiss für Nordirland ins Gespräch

Bei den Brexit-Verhandlungen hat die Europäische Union (EU) einem Zeitungsbericht zufolge einen Kompromiss zur besonders umstrittenen Irland-Frage ins Gespräch gebracht. Bei den Überlegungen gehe es um das Management der künftigen Grenze zwischen dem EU-Mitgliedsstaat Irland und der britischen Provinz Nordirland, berichtete die "Financial Times" am Donnerstag unter Berufung auf mehrere Diplomaten.

Da bisher nicht geklärt ist, wie dort nach dem Brexit der Personen- und Warenverkehr geregelt wird, pocht die EU trotz britischen Widerstands auf eine Absicherungsklausel im Austrittsvertrag. Nach dem neuen Plan solle aber nun vermieden werden, dass künftig eine Zollgrenze durch die Irische See zwischen der Republik Irland einerseits und England, Schottland und Wales andererseits verläuft, berichtete das Blatt.

Dazu soll laut "FT" das britische Nordirland weitgehend zur EU-Zollunion gehören und so die EU-Standards für Waren und Produkte weiter voll durchsetzen. Großbritannien solle sich über eine lockerere Zollvereinbarung verpflichten, EU-Zölle auf Waren von außerhalb der Gemeinschaft zu erheben. Allerdings dürfte auch dieser Kompromissvorschlag auf Widerstand bei den Brexit-Befürwortern in der Regierung von Großbritanniens Premierministerin Theresa May stoßen. Sie wollen grundsätzlich nicht, dass Großbritannien so lange in die EU-Zollunion eingebunden ist, bis die neuen Handelsbeziehungen stehen.

(APA/Reuters)

(Quelle: S24)

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