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EU-Kommission beschloss Glyphosat-Verlängerung um fünf Jahre

Der Beschluss löste Proteste aus. APA/AFP/Dunand
Der Beschluss löste Proteste aus.

Die EU-Kommission hat am Dienstag die Verlängerung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für weitere fünf Jahre verabschiedet. Nach einer gründlichen wissenschaftlichen Bewertung aller verfügbaren Daten über Glyphosat habe sich ergeben, dass es "keinen Zusammenhang zu Krebserkrankungen bei Menschen gibt", heißt es in der Begründung.

Gleichzeitig kündigt die Brüsseler Behörde für die Zukunft mehr Transparenz bei wissenschaftlichen Bewertungen an. Damit reagiert die EU-Kommission auf Kritik der Europäischen Bürgerinitiative "Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden". So soll die Transparenz, Qualität und Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Wirkstoffbewertungen verbessert werden, u.a durch den öffentlichen Zugang zu Rohdaten.

Der Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans sagte, es müsse deutlicher werden, wie Entscheidungen in diesem Bereich zustande kommen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sagte, es sei aber genauso wichtig, dass die Mitgliedstaaten ihre Zuständigkeit wahrnehmen, wenn es um die Zulassung von Pestiziden für ihren Markt geht. Sie müssen auch dafür sorgen, dass Pestizide nachhaltig und entsprechend der Anweisungen auf dem Etikett verwendet werden. Transparenz, Unabhängigkeit und ein nachhaltiger Pestizideinsatz seien die Ziele.

Die drei Bundesländer Kärnten, Burgenland und Vorarlberg planen indessen ein Glyphosat-Verbot. Das berichtet die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die vor zehn Tagen in einem offenen Brief die Landeshauptleute aufforderte, bekannt zu geben, ob sie das Herbizid im eigenen Bundesland verbieten werden. Auch das Bundesland Tirol sei prinzipiell gegen den Einsatz von Glyphosat.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.02.2021 um 11:50 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/eu-kommission-beschloss-glyphosat-verlaengerung-um-fuenf-jahre-57555697

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