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EU-Parlament einigt sich auf U-Ausschuss zu Panama Papers

Globale Debatte über Steueroasen und Geldwäsche Salzburg24
Globale Debatte über Steueroasen und Geldwäsche

Das EU-Parlament hat sich auf die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zu dem Steuerskandal um Panama Papers geeinigt. Der Ausschuss soll 65 Mitglieder haben. Die Einigung erfolgte unter den Fraktionen des Europaparlaments, die Konferenz der Präsidenten soll Donnerstag die Zahl der Mitglieder endgültig festlegen.

Die Dauer wurde mit einem Jahr befristet, wobei es je zwei mal eine dreimonatige Verlängerungsmöglichkeit geben soll, hieß es am Mittwoch in Parlamentskreisen in Straßburg. Vor zwei Tagen hatte das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) die Rohdaten über Hunderttausende Briefkastenfirmen veröffentlicht. Die Gruppe stellte am Montagabend eine interaktive Datenbank mit Informationen über Firmen, Treuhandfonds und Stiftungen in 21 Steueroasen online.

Eine "Müllhalde" für Originaldokumente solle die Plattform allerdings nicht sein. Persönliche Daten wie Kontoverbindungen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Ausweispapiere seien nicht enthalten. Zahlreiche Medien hatten Anfang April über gut 200.000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung der "Panama Papers" führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer internationalen Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.09.2021 um 11:34 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/eu-parlament-einigt-sich-auf-u-ausschuss-zu-panama-papers-52033243

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