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Ex-Deutschlandchef bei Airbus unter Verdacht

Affäre um Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus Salzburg24
Affäre um Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus

Nach unbestätigten Informationen des Magazins "Der Spiegel" gehört der ehemalige Deutschlandchef Stefan Zoller zu den Beschuldigten in der Korruptionsaffäre um den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus (früher EADS). Dabei geht es um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen bei zwei Aufträgen für Grenzsicherungssysteme in Saudi-Arabien und Rumänien.

Zoller bestreitet im "Spiegel", davon gewusst zu haben und sagte: "Als damals Verantwortlicher habe ich ein großes Interesse an der rückhaltlosen Aufklärung des Falls, zu der ich beitragen werde." Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft München war am Sonntag zunächst niemand zu erreichen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche Durchsuchungen beim Airbus-Konzern im Zusammenhang mit Geschäften der Rüstungssparte bestätigt. Bei den Ermittlungen geht es um den Verdacht der Bestechung ausländischer Amtsträger sowie der Steuerhinterziehung, wie die Behörde mitteilte. Derzeit hätten die Ermittler "eine niedrige einstellige Anzahl" an Beschuldigten im Visier.

Die Razzia ist demnach bereits im Oktober abgelaufen und hat sich auf die Standorte der Airbus Defence und Space GmbH bei München, Manching bei Ingolstadt, Ulm und Friedrichshafen erstreckt. Laut "Süddeutscher Zeitung" sollen in Saudi-Arabien und Rumänien Amtsträger bestochen worden sein, damit die Airbus-Rüstungssparte Aufträge zur Lieferung etwa von Überwachungstechnik für die Grenzsicherung erhielt. Ein Airbus-Sprecher sagte, es gehe um Geschäfte mit einem Volumen von rund 1,8 Milliarden Euro.

(Quelle: S24)

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