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Ex-Grünen-Chefin Glawischnig geht zu Novomatic

Glawischnig arbeitet für einen Glücksspielkonzern. APA/ROBERT JAEGER
Glawischnig arbeitet für einen Glücksspielkonzern.

Die ehemalige langjährige Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig-Piesczek, geht zum niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic. Mit 1. März hat die frühere Politikerin die Verantwortung für die Bereiche "Corporate Responsibilty und Sustainability" übernommen. Glawischnig sieht sich als "Verantwortungsmanagerin".

"Meinen kritischen Geist kann und werde ich nicht aufgeben", sagte Glawischnig am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Konzernchef Harald Neumann. An Novomatic fasziniere sie vor allem die Internationalität, so die Ex-Politikerin.

Glawischnig tritt bei Grünen aus

Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig tritt angesichts ihres Engagements beim Glücksspielkonzern Novomatic aus ihrer Partei aus. Das teilte Grünen-Bundessprecher Werner Kogler der APA mit.
"Wenn Eva Glawischnig sich als Privatperson für eine Tätigkeit bei Novomatic entschließt, ist das natürlich ihre Sache." Für die Grünen gilt aber, was immer gegolten hat: "Wir haben uns in der Vergangenheit immer mit der Glücksspielbranche und den dazu gehörigen Konzernen angelegt und vor allem bei Novomatic völlig zu Recht. Und wir werden die Machenschaften dieses Konzerns auch weiterhin kritisieren und gegebenenfalls bekämpfen", so Kogler.

Grüne gegenüber Glücksspiel immer kritisch

Die Grünen haben sich bisher dem Glücksspiel gegenüber sehr kritisch geäußert und auch die Praktiken von Novomatic teilweise scharf verurteilt. Glawischnig dazu: "Unerwünschte gesellschaftliche Erscheinungen wie Spielsucht" könne man nicht "Wegverbieten".

(APA)

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