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Facebook-Daten: Das sind Alternativen für den WhatsApp-Messenger

Nutzerdaten sollen künftig zwischen WhatsApp und Facebook ausgetauscht werden. Verbraucher- und Datenschützer laufen Sturm. Wir zeigen euch fünf Alternativen auf, falls ihr den Messenger wechseln wollt.

Habt ihr schon einmal etwas von Telegram, Threema, Signal, Hoccer oder Wire gehört? Der WhatsApp-Messenger steht in der Kritik, Alternativen zwängen sich auf.

WhatsApp in Kritik

Die Hamburger Datenschutzbehörde hat Facebook den Datenaustausch mit WhatsApp untersagt. Das Verbot gelte ab sofort in Deutschland, das soziale Netzwerk wird die Entscheidung anfechten. Nach Angaben des Konzerns soll damit vor allem die Werbung bei Facebook besser personalisiert werden und WhatsApp dadurch gratis bleiben.

Telegram

Alle wichtigen Funktionen besitzt Telegram, die Bedienung ähnelt der von WhatsApp, berichtet das Onlineportal n-tv. Der Messenger mit dem weißen Papierflieger verfügt zudem über sicherere und geheime Chats mit Selbstzerstörungsfunktion. Im Gegensatz zu Whatsapp werden Chat-Verläufe aber verschlüsselt in der Cloud gespeichert. Sprach- und Videotelefonie sind nicht möglich. Datenschützer kritisieren, dass die Server auf der ganzen Welt verteilt stehen, die Sicherheit sei auch nicht komplett geklärt.

Wire

Der Messenger-Dienst des Skype-Gründers Janus Friis geht seit mittlerweile knapp zwei Jahren einen anderen Design-Weg. Die Benutzeroberfläche ist vorerst gewöhnungsbedürftig, dafür funktionieren Video- und Sprachtelefonie. Mit dem Finger oder Notebook-Stift kann auch am Display gemalt werden. Unterhaltungen werden geräteübergreifend synchronisiert, Chats und VoIP-Telefonate verschlüsselt übertragen. Weil sich der Firmensitz in der Schweiz befindet, unterliegt Wire den europäischen Datenschutzbestimmungen.

Threema

Ebenfalls aus der Schweiz kommt der kostenpflichtige Messenger Threema. Das Telefonbuch wird nur auf Wunsch abgeglichen, auch die Angabe der Telefonnummer ist keine Pflicht – alternativ bekommt man eine Threema-ID. Chats werden standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt. Nach Angaben der Entwickler werden Nachrichten und sensible Metadaten von den Servern gelöscht, nachdem die Nachrichten erfolgreich zugestellt wurden. Bekannt wurde der Messenger im Jahr 2014, als veröffentlicht wurde, dass Facebook WhatApp übernehmen werde.

Hoccer

Die kostenlose App Hoccer wurde im Sommer 2015 von der Stiftung Warentest zum besten Messenger gekürt. Es gilt deutsches Datenschutzrecht, die App lässt sich ohne Angabe von Name, Rufnummer oder E-Mail-Adresse nutzen. Die Inhalte werden nach Firmenangaben allesamt verschlüsselt verschickt und nach der Übertragung von den Hoccer-Servern gelöscht. Die App verschickt Fotos, Text-, Audio- und Videonachrichten sowie Standorte und Adressbucheinträge. Die Qualität der Fotos und Videos lässt sich sogar in mehreren Stufen festlegen. Der Clou für neue iOS-Geräte: Der Zugang wird per Touch-ID geschützt, bei unbefugten Zugriff knipst ein "Fahndungsfoto". Jedoch kann Hoccer bislang nicht auf verschiedenen Geräten genutzt werden.

Signal

Angeblich nutzen sowohl Edward Snowden als auch Hillary Clintons Mitarbeiter die App Signal, um abhörsicher zu chatten. Der Funktionsumfang ist ähnlich wie bei den anderen Messenger-Apps, Signal bietet zusätzlich verschlüsselte Telefonate an. Als neuer Nutzer bekommt man einen individuellen Schlüssel aus Buchstaben und Zahlen, der jedesmal neu generiert wird, wenn ein Chat angefangen wird, ein Nutzer das Smartphone wechselt oder die App neu installiert. Weil es wie bei Telegram um einen sogenannten Open Source handelt, kann dieser Quellcode öffentlich eingesehen und auf Lücken kontrolliert werden.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.02.2021 um 01:14 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/facebook-daten-das-sind-alternativen-fuer-den-whatsapp-messenger-53964454

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