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Fairphone und Apple bei grüner Elektronik führend

iPhones schneiden im Öko-Ranking gut ab. APA/AFP/Edelson/Archiv
iPhones schneiden im Öko-Ranking gut ab.

Die IT-Hersteller Fairphone und Apple stehen an der Spitze eines am Dienstag veröffentlichten Greenpeace-Branchenrankings zu "grüner" Elektronik. Deren Geräte erfüllten wesentliche Umweltstandards, erklärte die Umweltorganisation. Sie hat den Energieeinsatz in der Produktion, den Einsatz von Chemikalien sowie das Recycling von Rohstoffen unter die Lupe genommen.

17 Technologie-Unternehmen hat Greenpeace sich für seinen Elektronik-Ratgeber angesehen. In die Bewertung ist nach Angaben der Organisation die Untersuchung von 40 Geräten eingeflossen, die mit der US-Firma iFixit durchgeführt wurde und die Reparierbarkeit von Smartphones, Tablets und Laptops im Fokus hatte.

Greenpeache: Samsung und Huawei produzieren für "Müllhalde"

Auf den hinteren Plätzen des Rankings landeten Smartphones, Laptops und Tablets von Samsung und Huawei ebenso wie Amazon, laut Greenpeace mittlerweile drittgrößter Anbieter von Tablets. "IT-Konzerne geben sich ein visionäres, umweltbewusstes Image. Gleichzeitig entwickeln viele Marktführer Produkte für die Müllhalde", kritisierte Nunu Kaller, die Konsumentensprecherin von Greenpeace Österreich.

Ein Blick in das Fairphone:

https://www.youtube.com/watch?v=kNf2Nw-bc64

Apple und Co: Wie das Öko-Zeugnis zustande kommt

Fairphone auf dem ersten und Apple auf dem zweiten Platz verzichteten auf gefährliche Chemikalien und produzieren klimafreundlich, erklärte Greenpeace. Als einziges Unternehmen habe Apple zugesagt, nicht nur Datenzentren und Büros, sondern zukünftig die gesamte Lieferkette mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Dell und HP folgen auf den nächsten Plätzen, da sie reparier- und aufrüstbare Geräte anbieten. Schlecht schnitten Microsoft, aber auch Apple bei der Reparierbarkeit ihrer Geräte ab. "Auf Wegwerfhandys, die maximal zwei Jahre genutzt werden, setzen auch die chinesischen Firmen Huawei, Oppo und Xiaomi", hieß es. Sie produzierten aktuell ein Viertel der weltweit verkauften Smartphones.

Aktuell verzichten nach Greenpeace-Angaben nur Apple und Google konsequent auf schädliche Chemikalien wie PVC und bromierte Flammschutzmittel. "Diese Chemikalien sind jedoch hochgefährlich. Bei der Verbrennung von PVC und bromierten Flammschutzmitteln werden beispielsweise Dioxine freigesetzt, die bereits in geringer Menge für den Menschen schädlich sein können", erläuterte Kaller.

Kohlestrom und kaum Recycling bei Samsung

Ein Schlusslicht im Greenpeace-Check ist Samsung. Der südkoreanische Marktführer für mobile Kommunikation produziere seine Geräte in Ostasien vor allem mit klimaschädlichem Kohlestrom. Das Unternehmen habe 2016 mehr als 16.000 Gigawattstunden Energie verbraucht, nur ein Prozent stamme aus erneuerbaren Energien. "Das ist mehr als die Dominikanische Republik im gesamten Jahr 2015 verbraucht hat", erklärte Kaller. Recycling von wertvollen Rohstoffen werde bei Samsung kaum betrieben. Die Wiederverwertung von 4,3 Millionen zurückgerufenen Geräten des Modells "Galaxy Note 7" habe dieses Jahr nur auf Druck von Greenpeace stattgefunden, so die Umweltorganisation.

(APA)

Aufgerufen am 21.04.2019 um 01:02 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/fairphone-und-apple-bei-gruener-elektronik-fuehrend-57131854

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