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Fake-News auf Kosten von Glawischnig verbreitet: Schuldspruch

Grünen-Chefin Eva Glawischnig brachte Privatanklage ein. APA/Herbert Neubauer/Archiv
Grünen-Chefin Eva Glawischnig brachte Privatanklage ein.

Ein Deutscher ist am Freitag im Wiener Landesgericht für Strafsachen verurteilt worden, weil er auf Facebook eine Falschmeldung zulasten der Grünen und ihrer Partei-Chefin Eva Glawischnig verbreitet hatte.

In dem Posting, das mit einem Foto Glawischnigs versehen war, soll suggeriert worden sein, die Grünen würden Sex mit Unmündigen befürworten und eine Gesetzesänderung zur Senkung des Schutzalters betreiben.

Glawischnig bringt Privatanklage ein

Für Richter Thomas Spreitzer bestand kein Zweifel, dass damit Glawischnig, die gegen den Deutschen eine Privatanklage eingebracht hatte, ein "unehrenhaftes Verhalten" unterstellt wurde. Der Mann wurde wegen übler Nachrede zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem muss er Glawischnig eine Entschädigung von 300 Euro für die erlittene Kränkung bezahlen und die Verfahrenskosten übernehmen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Falschmeldung im Internet entdeckt und für möglich gehalten

Der Beklagte war nicht persönlich anwesend, war im Vorfeld aber im Rechtshilfeweg vom Amtsgericht Leverkusen als Beschuldigter vernommen worden. Dort erklärte der Busfahrer, er habe die - mit mehreren Rechtschreibfehlern behaftete - Falschmeldung Ende November 2015 im Internet gefunden und es für möglich gehalten, dass diese der Wahrheit entspricht. Heute sei er "nicht mehr sicher", ob sie wahr ist oder nicht. Er habe die Meldung auf sein für jedermann einsehbares Facebook-Profil gestellt, "um einen politischen Meinungsaustausch anzustoßen".

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 09:47 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/fake-news-auf-kosten-von-glawischnig-verbreitet-schuldspruch-55422469

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