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Fast 30 tote Sicherheitskräfte in Afghanistan

Bei schweren Kämpfen in zwei afghanischen Provinzen sind zahlreiche Sicherheitskräfte getötet worden. Im Bezirk Dara-e Suf-e Pain hätten am Dienstag radikalislamische Taliban mehrere Kontrollposten überfallen und dabei mindestens 20 Polizisten und Geheimdienstmitarbeiter getötet, sagte der Provinzrat Safatullah Samangani. Darunter sei auch der Chef des Polizeigeheimdienstes der Provinz.

Wie viele Sicherheitskräfte verletzt wurden, ist den Angaben zufolge unklar. Viele seien geflohen. Laut Samangani hätten die Taliban-Kämpfer gegen ein Uhr mit modernsten Waffen und Ausrüstung angegriffen. Nachdem sie die Kontrollposten überrannt hatten, zerstörten sie diese demnach und nahmen unter anderem mehrere Polizeiautos, Motorräder und einen mit Obst beladenen Lastwagen mit.

In den vergangenen Monaten hat sich die Sicherheit in der Provinz Samangan stark verschlechtert: Taliban greifen vor allem in den Bezirken Dara-e Suf-e Pain und Dara-e Suf-e Bala immer wieder Kontrollposten an und töten dabei Dutzende Sicherheitskräfte. Erst am Montag hatten Polizeivertreter angegeben, 40 Dörfer in den Bezirken zurückerobert zu haben.

In der westlichen Provinz Farah überfielen Kämpfer der Taliban am Dienstag eine Militärbasis am Rande der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Dabei seien mindesten sieben Soldaten getötet worden, sagte der Vizechef des Provinzrates, Farid Bakhtaur. Mindestens weitere fünf Soldaten seien verletzt worden.

Die Taliban haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte massiv verstärkt. Laut Militärangaben sterben täglich rund 35 Soldaten und Polizisten bei Gefechten und Anschlägen.

(APA/dpa)

Aufgerufen am 18.12.2018 um 12:16 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/fast-30-tote-sicherheitskraefte-in-afghanistan-60413830

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