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Fast 300 Kulturstätten in Syrien gefährdet

Krak des Chevaliers von Zerstörung bedroht Salzburg24
Krak des Chevaliers von Zerstörung bedroht

Durch den Bürgerkrieg in Syrien sind laut einem Bericht der Vereinten Nationen fast 300 Kulturstätten des Landes beschädigt, geplündert oder gänzlich zerstört worden. Uralte Kulturstädte wie Aleppo, Damaskus oder Raka sowie die römische Ausgrabungsstätte Palmyra oder die Kreuzfahrerfestung Krak des Chevaliers hätten "bedeutende Schäden" erlitten.

Wie das UN-Institut für Ausbildung und Forschung (Unitar) am Dienstag nach der Auswertung von Satellitenbildern aus 18 Regionen des Landes erklärte, wurden in 290 Kultur- und Ausgrabungsstätten Schäden festgestellt. 24 Stätten wurden demnach ganz zerstört, 104 erheblich beschädigt und 84 teilweise in Mitleidenschaft gezogen. 77 weitere erlitten wahrscheinlich ebenfalls Schäden. "Diese Analyse gibt ein alarmierendes Zeugnis der Verwüstungen, die weiterhin das kulturelle Erbe Syrien treffen", erklärte Unitar. Die nationalen und internationalen Bemühungen müssten verstärkt werden, um einen möglichst großen Teil des bedeutenden Erbes der Menschheit in Syrien zu retten.

Die sechs Weltkulturerbestätten Damaskus, Palmyra, Bosra, die Altstadt von Aleppo, die Toten Städte in Nordsyrien und Krak des Chevaliers wurden im Sommer 2013 von der Unesco auf die Liste des bedrohten Kulturerbes gesetzt. Besonders in der heftig umkämpften Altstadt von Aleppo gab es erhebliche Schäden, etwa in der Freitagsmoschee, wo das Minarett einstürzte. Satellitenbilder der antiken römischen Stadt Palmyra zeigten auch dort Schäden. So wurde etwa eine Straße durch ein Gebiet mit antiken Grabstätten gebaut.

"Was sich in Syrien abspielt, ist traurig für Syrien und die Welt. Die Menschheit ist dabei, tausende Jahre ihres Erbes zu verlieren", sagte der Direktor des UN-Satellitenprogramms, Einar Bjorgo. Vielleicht könne einiges wiederaufgebaut werden, doch was geplündert worden sei, sei auf Dauer verloren. Vor dem Hintergrund der Zerstörungen in Syrien und dem Irak hatte das Auswärtige Amt Mitte Dezember eine internationale Tagung ausgerichtet, um über Maßnahmen gegen Raubgrabungen und den illegalen Handel mit Kulturgütern zu diskutieren.

(Quelle: S24)

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