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Felssturz in Vals in Tirol: Dutzende Personen eingeschlossen

Laut Polizei wurde niemand verletzt APA (Webpic)
Laut Polizei wurde niemand verletzt

In der Gemeinde Vals (Bez. Innsbruck-Land) ist es am Heiligen Abend zu einem massiven Felssturz gekommen. Die Landesstraße L230 im Bereich der Abzweigung Padaun wurde laut Polizei auf einer Länge von 100 bis 150 Metern mit Felsen und Erdreich verschüttet. Einige Häuser mussten evakuiert werden, verletzt wurde niemand. Dutzende Personen sind im Tal eingeschlossen. Und sie werden es eine Weile bleiben.

Der Felssturz ereignete sich nach Angaben der Exekutive gegen 18.15 Uhr. Dabei gingen nicht nur Felsen ab, sondern auch Erdreich und Bäume. Die Valserstraße in das Seitental des Wipptals wurde dabei 150 Meter breit und bis zu 50 Meter hoch verschüttet.

70 bis 80 Menschen in Tal eingeschlossen

In Absprache mit einem Landesgeologen wurde der betroffene Bereich weiträumig abgesperrt und evakuiert. Zwölf Häuser mit rund 36 Personen waren betroffen. 70 bis 80 weitere Personen sind aufgrund der Straßensperre im Tal eingeschlossen.

Montag früh war eine Lagebesprechung mit der Bezirkshauptmannschaft und einem Landesgeologen im Laufen. Auch ein Rundflug war geplant, um einen Überblick über die Lage zu erhalten. "Es war die ganze Nacht unruhig", so ein Beamter zur APA. Bisher habe es in dem Gebiet aber keine Probleme mit größeren Felsstürzen gegeben, hieß es.

Kinder haben Riesenglück

Laut ORF Tirol war es großes Glück, dass niemand verletzt wurde. Dem Bericht zufolge hatten einige Kinder die Stelle nur wenige Minuten vor dem Unglück auf dem Weg zur Christmette passiert.

"Eingeschlossene werden zwei Tage nicht erreichbar sein"

Die Lage blieb auch am Montag angespannt. Nach einem dritten Erkundungsflug mit dem Landesgeologen musste die Sperre sogar ausgeweitet werden. Die Hoffnung für rund 80 Abgeschnittene noch am Montagabend aus dem Gebiet herauszukommen, war trügerisch.

"Die Eingeschlossenen werden voraussichtlich noch zwei Tage nicht erreichbar sein", erklärte Bürgermeister Klaus Ungerank zu Mittag der APA. Grund dafür sei, dass sich ein Spalt im Bereich des Felssturzes weiter ausdehne. Das habe ein dritter Erkundungsflug mit dem Hubschrauber ergeben und war am Vormittag noch nicht absehbar. Deshalb musste die Sperre des Gefahrengebietes ausgeweitet werden, so Ungerank.

Dadurch wiederum sei eine Evakuierung der Abgeschnittenen nicht wie vorgesehen möglich, obwohl an der Adaptierung eines Forstwegs bereits gearbeitet wurde.

(APA)

(Quelle: S24)

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