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Festival in Vietnam forderte sieben Drogentote

Nach dem mutmaßlichen Konsum von Drogen auf einem Musikfestival in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sind sieben Menschen gestorben und fünf weitere ins Koma gefallen. Bei allen Opfern handle es sich um Vietnamesen, teilten die Behörden am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit. Sie wurden demnach positiv auf Drogen getestet. Die Todesopfer waren den Angaben zufolge alle um die 20 Jahre alt.

Die Komapatienten sind zwischen 18 und 30 Jahre alt. Sie würden auf der Intensivstation behandelt. Die Polizei versuche nun zu klären, um welche Substanzen es sich handelte, sagte Hanois Vize-Polizeichef. Außerdem gingen die Ermittler der Frage nach, wer die Opfer mit den Drogen beliefert habe. Aus der Stadtverwaltung hieß es, die Vorfälle bei dem Festival seien "sehr schmerzhaft" und "ein großer Verlust".

Das Festival "Trip zum Mond" am Sonntagabend gehörte zum Vietnam Elektronik-Wochenende in einem schicken Viertel von Hanoi, das wegen seines Nachtlebens und seiner Clubszene bei jungen Menschen und Ausländern beliebt ist. Als Konsequenz aus den Todesfällen setzte die Stadtverwaltung die Genehmigung für derartige Veranstaltungen vorerst aus.

Es war das dritte und bisher größte Vietnam Elektronik-Wochenende in Hanoi. In Vietnam hat elektronische Musik deutlich an Popularität gewonnen. Außerdem nimmt in dem kommunistischen Land unter jungen Leuten der Konsum von Drogen, insbesondere von synthetischen Substanzen, zu.

(APA/dpa)

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