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Festnahmen nach Schmiergeldaffäre bei Flüchtlingsversorgung

Aus Leid der Flüchtlinge wurde Geld gemacht Salzburg24
Aus Leid der Flüchtlinge wurde Geld gemacht

Im Rahmen einer ausgedehnten Untersuchung der römischen Staatsanwaltschaft um Korruption und Veruntreuung öffentlicher Gelder in Zusammenhang mit der Flüchtlingsversorgung sind am Donnerstag 44 Personen in mehreren Regionen Italiens festgenommen worden. Ermittlungen wurden laut Polizei gegen weitere 21 Verdächtige aufgenommen, deren Wohnungen durchsucht wurden.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben, die sich mit Flüchtlingseinrichtungen bereicherte, für die sie öffentliche Gelder bekam. Die Festnahmen folgten der Untersuchung "Mafia Capitale", die im vergangenen Dezember zu einer Verhaftungswelle in Rom geführt hatte. Dabei ging es um eine kriminelle Vereinigung, die sich in Rom auf Kosten öffentlicher Gelder mit Korruption und Geldwäsche bereicherte.

Die spektakulären Ermittlungen gegen Dutzende Politiker, Mafiabosse und Unternehmer zeigten, dass die Mafia in der Hauptstadt quasi mitregierte. Mehrere Politiker, darunter auch von der sozialdemokratischen Partei PD von Premier Matteo Renzi, sollen mit der "Mafia Capitale" unter einer Decke gesteckt haben.

Die Flüchtlingsversorgung bringt große Kosten für Italiens öffentliche Finanzen. 85.000 Flüchtlinge werden derzeit in Einrichtungen versorgt. 2014 hat Italien 630 Millionen Euro zur Versorgung der Migranten ausgegeben, diese Summe soll 2015 auf 800 Millionen Euro steigen, geht aus Schätzungen der Regierung hervor.

(Quelle: S24)

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