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Beschwerliche Reise

Fliegen wird teurer und komplizierter

Airlines kämpfen mit Personalmangel und Treibstoffkosten

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Wer für den Traumurlaub gerne weit reist, muss wohl in Zukunft eine beschwerliche Reise auf sich nehmen. (SYMBOLBILD)

Wer den Urlaub gerne in weiter Ferne genießt, muss in Zukunft womöglich mit einer beschwerlichen und teuren Reise rechnen. Denn: Flüge werden sowohl immer kostspieliger als auch unzuverlässiger. Die Probleme bei Airlines und Flughäfen machen sich schon jetzt bemerkbar.

Europas Luftfahrt hat im Vergleich zur internationalen Konkurrenz hohe Personalkosten und wenig Anreiz, zusätzliches Personal einzustellen. Die Fluglinien müssen sich trotz höherer Einnahmen auf das dritte Jahr in Folge mit Verlusten einstellen, heißt es in einer Analyse der Allianz Trade und des Kreditversicherers Acredia. Die im Moment so häufigen Flugstreichungen könnten so zum Normalzustand werden. Auch am Salzburger Airport sind im Juni hunderte Passagiere gestrandet.

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Flüge bleiben teuer

 

Bis Jahresende 2022 dürften die Preise für Flugtickets wohl um ein Fünftel höher sein als ein Jahr davor und der Höhepunkt bei den Preisen dürfte erst im ersten Quartal 2023 erreicht werden. Die Nachfrage dürfte dennoch hoch bleiben. Viele Reisende würden beim Quartier oder der Dauer des Aufenthaltes sparen, um sich den teureren Transport leisten zu können. Die Umsätze der Airlines sollte sich im Vergleich zum coronageprägten Vorjahr mehr als verdoppeln, aber bei weitem nicht ausreichen, um die Verluste seit 2020 auszugleichen. Die Rückkehr in die Gewinnzone sei bei den meisten Gesellschaften erst 2023 zu erwarten.

Airlines kämpfen mit hohen Treibstoffkosten

Aus Sicht der Analyse bringt die von der EU geforderte Umstellung auf CO2-armen Transport noch größere Herausforderungen als die Coronakrise. Die Bahn habe als Konkurrenz in der Pandemie Marktanteile gewonnen. Dem Schienentransport helfe einerseits, dass praktisch alle Gesellschaften staatlich sind und sich daher günstiger finanzieren können und andererseits, dass ein steigendes Umweltbewusstsein mehr Menschen motiviert, per Bahn zu reisen. Dagegen müssten die Fluglinien massiv in neue Flugzeuge oder CO2-freien Treibstoff investieren – dazu fehlen ihnen aber derzeit die Mittel.

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Klimaschutz fordert Fluggesellschaften heraus

Die Umweltanforderungen der EU bedrohen die Gewinnmargen der Fluglinien, heißt es in der Analyse. Die Anforderung, bis 2035 20 Prozent erneuerbare Treibstoffe (SAF) beizumischen, werde den Preis für Flugbenzin um 30 Prozent erhöhen. Das für 2045 vorgegebene Ziel von 38 Prozent SAF-Beimischung würde die Kosten um 57 Prozent erhöhen. Dabei wenden jetzt schon die Fluglinien für Treibstoff 25 bis 30 Prozent der Einnahmen auf. Um diese Kosten unter Kontrolle zu halten, müsse die öffentliche Hand für günstigeren und gut verfügbaren grünen Flugtreibstoff sorgen.

(Quelle: APA)

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