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Flüchtlingsretter im Mittelmeer für Sacharow-Preis nominiert

Elf Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten, sind für den Sacharow-Preis nominiert worden. Das teilte das EU-Parlament am Donnerstag mit. Mit im Rennen sind noch sieben weitere Kandidaten, darunter der in Russland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow.

Der Sacharow-Preis wird seit 1988 jährlich vom EU-Parlament verliehen. Er ehrt besonderes Engagement für Menschenrechte und Grundfreiheiten. Am 25. Oktober soll der diesjährige Preisträger bekannt gegeben werden. Die Kandidaten können von den EU-Abgeordneten vorgeschlagen werden. Die Chefs der Fraktionen einigen sich im Anschluss auf den Sieger. Im vergangenen Jahr wurde die venezolanische Opposition ausgezeichnet.

Zu den nun nominierten Hilfsorganisationen gehören SOS Mediterranee, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Sea Watch und die Dresdner Organisation Mission Lifeline. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlinge zu retten, die auf Booten versuchen, Europa zu erreichen. Die Arbeit der Retter im Mittelmeer ist allerdings mittlerweile stark erschwert: Ihre Schiffe mussten zuletzt immer wieder lange auf hoher See ausharren, bevor ihnen die Einfahrt in einen Hafen gewährt wurde.

Der ukrainische Regisseur Senzow wiederum ist seit mehr als vier Monaten im Hungerstreik. Seine Forderung: Die Freilassung Dutzender ukrainischer Gefangener aus russischen Straflagern. Senzow war 2015 in einem international umstrittenen Prozess zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

(APA/dpa)

Aufgerufen am 14.12.2018 um 05:53 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/fluechtlingsretter-im-mittelmeer-fuer-sacharow-preis-nominiert-60294253

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