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Unglück in Kasachstan

Flugzeug kracht in Haus: 12 Tote

Passagierflieger crasht kurz nach Start

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Kasachstan sind 12 Menschen ums Leben gekommen. Zuerst hatten offizielle Stellen von 15 Toten gesprochen, die Zahl wenig später aber korrigiert. Neben dem Piloten kamen den Angaben zufolge auch elf Passagiere ums Leben.

Acht Menschen, darunter der Flugkapitän, starben demnach noch an der Absturzstelle. Vier weitere erlagen später ihren schweren Verletzungen, zwei von ihnen noch während der Erstbehandlung am Flughafen.

Nach Angaben des kasachischen Verkehrsministeriums hatte die Maschine am Morgen kurz nach dem Start vom Flughafen der Millionenstadt Almaty rasch an Höhe verloren. Sie prallte daraufhin in ein zweistöckiges Haus. Das Gebäude soll eine Baustelle und leer gewesen sein, berichteten Medien in der zentralasiatischen Republik.

Kasachstan: 100 Menschen an Bord

Nach Angaben der für Notfalleinsätze zuständigen Behörde des zentralasiatischen Landes befanden sich hundert Menschen an Bord, darunter fünf Besatzungsmitglieder. Die Maschine sollte von Almaty zur rund 1.200 Kilometer entfernten Hauptstadt Nursultan (vormals Astana genannt) fliegen.

Der Absturz ereignete sich nach Angaben der Behörden in einem Wohngebiet nordöstlich des Flughafens. Ob es Tote und Verletzte unter den dortigen Einwohnern gab, blieb zunächst unklar.

Flieger zerbricht in zwei Teile

Von den Behörden verbreitete Bilder zeigten, dass die Maschine in mindestens zwei Teile zerbrochen war. Ihre Nase und andere vordere Teile waren in ein zweistöckiges Gebäude gebohrt, das schwer beschädigt wurde. Die Bilder deuteten darauf hin, dass die Maschine offenbar nicht in Flammen aufgegangen war. Rettungsmannschaften waren in großer Zahl im Schnee an dem Wrack im Einsatz.

Sanitäter bemühten sich, die Insassen aus der schwer beschädigten Maschine zu bergen. Nach kasachischen Behördenangaben waren auch vier Ausländer an Bord der verunglückten Maschine. Die zwei Bürger der Ukraine sowie je ein Staatsangehöriger aus China und Kirgistan hätten den Absturz überlebt, hieß es.

Viele Passagiere haben den Angaben zufolge schwere Gehirnerschütterungen erlitten. Die Gesundheitsbehörden riefen die Menschen zu Blutspenden auf. Dutzende Überlebende wurden demnach in Krankenhäusern behandelt.

Absturz-Ursache noch unklar

Über die Ursachen des Unglücks herrschte zunächst Unklarheit. Der kasachische Präsident Kassim-Schomart Tokajew kündigte aber bereits an, dass die Verantwortlichen "im Einklang mit den Gesetzen hart bestraft" werden sollten. Seine Regierung habe eine Kommission eingesetzt, um die Ursachen des Unglücks zu untersuchen. Den Familien der Todesopfer stellte Tokajew Entschädigungsleistungen in Aussicht.

Flugverbot für Billig-Airline

Bek Air beschreibt sich auf der eigenen Website als das erste Billigflugunternehmen der ehemaligen Sowjetrepublik. Die Airline verfügt nach eigenen Angaben über eine Flotte von sieben Maschinen des niederländischen Typs Fokker-10. Die kasachische Regierung ordnete an, dass alle Flugzeuge dieses Typs vorerst am Boden bleiben müssen. Für Bek Air erteilte die Regierung für den Zeitraum der Untersuchung ein generelles Flugverbot.

(Quelle: Apa/Ag.)

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