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Frankreich mobilisiert mehr Sicherheitskräfte

Valls reagiert auf Attacken Salzburg24
Valls reagiert auf Attacken

Nach drei blutigen Attacken binnen drei Tagen will Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen. Premier Manuel Valls kündigte am Dienstag nach einer Minister-Sondersitzung in Paris die umgehende Entsendung von zusätzlichen 200 bis 300 Sicherheitskräften im Rahmen des nationalen Anti-Terror-Plans an. Landesweit soll es in Bahnhöfen, Flughäfen und Einkaufszentren verstärkte Kontrollen geben.

Auch Polizisten und Feuerwehrleute, die von Extremistengruppen wie dem "Islamischen Staat" explizit als Anschlagsziele genannt werden, sollen laut Valls besser geschützt werden. So sollen Polizisten nach Möglichkeit nicht mehr alleine auf Patrouille gehen. Bereits seit vergangener Woche ist dem Regierungschef zufolge die Sicherheit im Rahmen des Anti-Terror-Plans Vigipirate - wie jedes Jahr - wegen der Weihnachtsfeiertage verstärkt worden. Derzeit sind bereits rund 780 Soldaten und Polizisten zusätzlich im Einsatz.

"Es gibt eine terroristische Bedrohung in Frankreich", betonte Valls nach der Krisensitzung, warnte zugleich aber vor einer "Vermischung" der drei Angriffe seit Samstag, von denen lediglich einer von den Behörden als islamistisch motiviert bewertet wird. Die beiden anderen werden als Einzeltaten von psychisch Kranken angesehen. Valls verwies aber auch darauf, dass psychisch bereits destabilisierte Menschen durch islamistische Propaganda beeinflusst werden könnten. Die gesamte Gesellschaft müsse gegen "Hass" und "Intoleranz" ankämpfen. Die Bevölkerung dürfe sich nicht von "Ängsten überwältigen" lassen.

In dem vorerst letzten einer Reihe von Anschlägen war am Montagabend im westfranzösischen Nantes ein Mann mit einem Lieferwagen in den Glühweinstand des Weihnachtsmarktes gefahren. Zehn Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Ein Opfer von Nantes wurde am Dienstag für klinisch tot erklärt. Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von der Tat eines offenbar "psychisch Kranken". Die Staatsanwaltschaft von Nantes schloss einen terroristischen Hintergrund aus. Der Täter rammte sich nach dem Vorfall mehrfach selbst ein Messer in die Brust, überlebte aber.

Zuvor war bereits am Sonntag in Dijon ein Mann mit seinem Auto gezielt in mehrere Fußgängergruppen gerast. In beiden Fällen betonte die Staatsanwaltschaft, es gebe keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund.

Ein solcher gilt hingegen bei der ersten Attacke vom Samstag als so gut wie erwiesen. Ein 20-Jähriger hatte mit einem Messer drei Polizisten in einem Kommissariat im zentralfranzösischen Joue-les-Tours verletzt und war von diesen anschließend erschossen worden. In dem Ort sowie in Dijon hatten die Täter jeweils "Allahu Akbar" bei ihren Angriffen gerufen.

(Quelle: S24)

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