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Französische Polit-Kaderschmiede ENA hat Geldprobleme

Die Kaderschmiede bildet Frankreichs künftige Führungskräfte aus APA (AFP)
Die Kaderschmiede bildet Frankreichs künftige Führungskräfte aus

Die französische Elite-Hochschule ENA (Ecole Nationale d'Administration) steckt einem Zeitungsbericht zufolge in finanziellen Schwierigkeiten. Die Kaderschmiede, die Frankreichs künftige Führungskräfte ausbildet, habe im vergangenen Jahr ein Defizit von 2,8 Millionen Euro verzeichnet, berichtete "Le Parisien" (Sonntag) unter Berufung auf interne Dokumente der Schule.

Ändere sich nichts an den roten Zahlen, dann sei die Schule in vier Jahren pleite, behauptet das Blatt. Die staatlichen Gelder, die die ENA erhält, reichen demnach nur knapp aus, um allein die Personalkosten zu decken. Eine Besonderheit der Schule: Sie bezahlt nicht nur Lehrkräfte und andere Angestellte, sondern auch die eigenen Schüler. Sie bekommen laut "Le Parisien" 1.682 Euro brutto pro Monat. Zahlreiche ranghohe französische Politiker besuchten die ENA, die für ihre harten Aufnahmetests berüchtigt ist - darunter Staatschef Emmanuel Macron und sein Vorgänger Francois Hollande.

Der jetzige finanzielle Engpass entstand der Zeitung zufolge unter anderem, weil die ENA in den vergangenen Jahren die Aufgaben anderer Schulen übernommen habe, ohne dafür ausreichend mit neuen Geldern ausgestattet zu werden. ENA-Generalsekretär Thierry Rogelet räumte auf Anfrage des Blattes Geldprobleme ein, erwartet aber eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen im Jahr 2020.

(APA/dpa)

(Quelle: S24)

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