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Frauenmord in Göttingen

Zweites Opfer gestorben

Göttingen, Frauenmord APA/dpa/Stefan Rampfel
Der Verdächtige wurde in einem Lokal in Göttingen festgenommen.

Das schwer verletzte zweite Opfer des mutmaßlichen Göttinger Frauenmörders ist tot. Die 57-jährige Frau sei an ihren Verletzungen gestorben, sagte der Göttinger Polizeichef Thomas Rath am Samstag. Sie hatte am Donnerstag versucht, einer anderen angegriffenen Frau zu Hilfe zu kommen. Diese Frau hatte der 52-jährige Mann getötet. Er wurde am späten Freitagabend nach 32-stündiger Flucht gefasst.

Gegen den Mann sei mittlerweile Haftbefehl erlassen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag auf einer Pressekonferenz in Göttingen mitteilten. Das erste Opfer sei bereits obduziert worden, die Frau sei durch scharfe Gewalteinwirkung gestorben. Die Obduktion des zweiten Todesopfers stand noch aus.

Brutale Tat in Göttingen

Der 52-Jährige überschüttete laut den Ermittlern seine 44-jährige Bekannte am Donnerstag auf offener Straße mit Brandbeschleuniger, zündete sie an und stach mit einem Messer auf sie ein. Er habe ihr aufgelauert und sehr gezielt agiert, so Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag. Auch eine 57-jährige Frau, die helfen wollte - eine Arbeitskollegin des ersten Opfers - habe er attackiert. Ein weiterer Zeuge sei mit einem Feuerlöscher zu Hilfe geeilt - diesen habe der mutmaßliche Täter entrissen und damit auf den Kopf seines Opfers eingeschlagen.

Große Fahndung nach Verdächtigem

Die Fahndung nach ihm hielt am Freitag die Region zwischen Göttingen und Hannover in Atem. Die Polizei war an mehreren Orten im Einsatz. Auch Hunde, Hubschrauber und Drohnen wurden eingesetzt. Frühmorgens am Freitag erkannten ihn Zeugen in einem Nahverkehrszug Richtung Hannover, der deshalb in Elze bei Hildesheim gestoppt wurde. Als sich die Polizei näherte, soll der eingeschlossene Mann mit einem Notfallhammer die Scheibe eingeschlagen haben und zu Fuß entkommen sein.

Der 52-Jährige hat sich dann offenbar mehrfach telefonisch bei der Polizei nach dem Zustand seiner Opfer erkundigt. Er habe außerdem während seiner 32-stündigen Flucht weitere Verhandlungsgespräche mit den Beamten über den Notruf 110 geführt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Mann sei "aalglatt" aufgetreten, schilderten die Ermittler. Er habe nach bisherigen Erkenntnissen von verschiedenen Handys von Passanten aus angerufen.

(Quelle: APA)

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