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Fünf witzige europäische Traditionen an Ostern

Feiertagszeit ist Reisezeit. Wer dem Trubel und der Hektik zuhause an Ostern aus dem Weg gehen will, der packt den Koffer und entflieht dem Osterhasen hierzulande.

Die Essenspläne für die ganze an Familie an Ostern sind schon vorbereitet? Die Eier-Verstecke sind bereits ausgekundschaftet? Nein? Wer die Feiertage lieber woanders verbringen, dem wechselhaften Wetter entfliehen und Neues erleben will, verreist einfach kurzfristig. Die freien Tage eignen sich nämlich hervorragend für einen Kurztrip. So kann man nicht nur Städte, sondern auch europäische Traditionen entdecken.

Dänemark: Land des geschriebenen Wortes

Alle, die die Schreibkunst ihrer Kinder fördern möchten, müssen zu unseren nordischen Nachbarn reisen. Dank Gækkebrev spielt in Dänemark das geschriebene Wort nämlich eine ganz besondere Rolle. In einem verzierten Brief senden Kinder an Ostern Gedichte an Familienmitglieder oder geliebte Menschen. Unterzeichnet wird mit so vielen Punkten, wie der eigene Name Buchstaben enthält. Auch der Umschlag enthält keinen Hinweis auf den Absender. Errät der Empfänger mit drei Versuchen nicht, von wem der Brief stammt, schuldet derjenige, der an der Nase herumgeführt wurde, dem Kind ein Osterei aus Schokolade.

 

Freunde des geschriebenen Wortes reisen nach Dänemark. Foto: Bilderbox Salzburg24
Freunde des geschriebenen Wortes reisen nach Dänemark. Foto: Bilderbox
Freunde des geschriebenen Wortes reisen nach Dänemark. Foto: Bilderbox

Für Krimi-Fans: Norwegen

Oster-Urlauber, die leidenschaftlich gerne Krimis schauen und lesen, sind in Norwegen genau richtig. Hier dreht sich an den Feiertagen alles um die spannenden Verbrechen: Es werden Kriminalromane gelesen oder aber gemeinsam die sogenannten Osterkrimis im Fernsehen geschaut. Sogar Milchpackungen sind während der Osterzeit mit fesselnden Krimis bedruckt.

 

Der Star-Krimiautor Jo Nesbo aus Norwegen. Foto: EPA/Diaz Salzburg24
Der Star-Krimiautor Jo Nesbo aus Norwegen. Foto: EPA/Diaz
Der Star-Krimiautor Jo Nesbo aus Norwegen. Foto: EPA/Diaz

Tolle Inszenierungen in Italien und Malta

Eiersuche ist hier an Ostern Fehlanzeige, denn bei unseren Nachbarn in Italien wird mit traditionellen Prozessionen vielerorts der Leidensweg Christi inszeniert, bei dem die Menschen langsam durch die Straßen schreiten. Auch in Malta wird dieser Brauch praktiziert. An der Nordküste geht es jedoch alles andere als gemächlich zu. Hier ähnelt eine Prozession eher einem Sprint. Grund: Im 19. Jahrhundert waren Prozessionen zeitlich begrenzt. Wurde die Zeit überschritten, war eine Geldstrafe fällig. Damit jeder die Marien-Statue zu Gesicht bekommen konnte, musste sich der Zug also beeilen.

 

Ein riesiges Spektakel gibt es in Florenz zu bestaunen. Foto: EPA/ Degl Salzburg24
Ein riesiges Spektakel gibt es in Florenz zu bestaunen. Foto: EPA/ Degl
Ein riesiges Spektakel gibt es in Florenz zu bestaunen. Foto: EPA/ Degl'Innocenti

Spanien für Tanz-Liebhaber

Etwas weiter westlich, in Spanien, können ebenfalls zahlreiche Oster-Prozessionen und Passionsspiele bestaunt werden. Eines der bekanntesten Spiele findet am Gründonnerstag in Verges statt. Nach der Processó de Verges, der inszenierten Passionsgeschichte Jesu Christi im historischen Stadtkern, ziehen die Menschen als Skelette verkleidet und zu Trommelrhythmus den Dansa de la Mort tanzend durch die Stadt – Eine Tanzeinlage mit Gänsehautgarantie.

 

In Spanien geht Salzburg24
In Spanien geht
In Spanien geht's schaurig und etwas gruselig zu. Foto: EPA/Townsend

Neckisches Ostern in Osteuropa

Im östlichen Teil Europas hingegen geht es an Ostern – vor allem am Ostermontag – sehr neckisch zu. In Tschechien ist dies der Tag der pomlázka. Mit dieser geflochtenen Peitsche aus Weidenzweigen, ziehen Männer singend durch die Straßen und schlagen Frauen symbolisch ganz sachte auf die Beine. Dem Brauch nach verleiht dies den Frauen Gesundheit und Jugend. Im Gegenzug erhalten die Männer ein bemaltes Ei oder Geld. Eine Oster-Tradition mit ähnlicher Bedeutung ist das Bespritzen der Frauen mit Wasser. Diese Sitte findet man auch in Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien.

 

Pomlázka heißt die Oster-Tradition in Osteuropa. Foto:Vladislav Galgonek / EPA Salzburg24
Pomlázka heißt die Oster-Tradition in Osteuropa. Foto:Vladislav Galgonek / EPA
Pomlázka heißt die Oster-Tradition in Osteuropa. Foto:Vladislav Galgonek / EPA

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 05.03.2021 um 05:47 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/fuenf-witzige-europaeische-traditionen-an-ostern-45106366

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