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Für Heinisch-Hosek sitzt Faymann "fest im Sattel"

Heinisch-Hosek steht hinter SPÖ-Chef Faymann Salzburg24
Heinisch-Hosek steht hinter SPÖ-Chef Faymann

SPÖ-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek sieht Kanzler Werner Faymann trotz der parteiinternen Debatten über seine Person "natürlich fest im Sattel". In der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" meinte die Bildungsministerin Samstagmittag, Faymann habe sowohl als Parteichef als auch als Bundeskanzler für Land und Partei "aber wirklich viel weitergebracht".

Die Debatte über die Aussagen von Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), wonach der als Kanzlerreserve gehandelte ÖBB-Chef Christian Kern nicht zum Politiker tauge, ist für Heinisch-Hosek von den Medien "sehr hoch gespielt". Ob Kern doch geeignet wäre, habe sie "absolut nicht zu bewerten". Es habe aber schon viele Manager in politischen Funktionen gegeben und die politische Arbeit würde auch von vielen beherrscht.

Einmal mehr zeigte Heinisch-Hosek Sympathien dafür, die Klubförderung an eine Frauenquote zu binden. Sollte es in der laufenden Legislaturperiode zu weiteren Nachrückungen im SPÖ-Klub kommen, würde sie appellieren, Frauen den Vortritt zu lassen, da die von der Partei selbst auferlegte Quote nicht erfüllt ist.

Bezüglich der an AHS ab 2015 verpflichtenden Zentralmatura will sie "keinen Garantieschein ausfüllen", dass die Durchführung komplett fehlerfrei abläuft. Nach der Reform des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), das die schriftliche Reifeprüfung derzeit abwickelt, könnte diese Aufgabe ins Ministerium wandern, so die Ministerin.

Pannen wie im Vorjahr, als etwa bei den Fremdsprachen kurzfristig die nötige Punktezahl für ein Genügend angehoben wurde oder ein Text eines Autors mit möglichem NS-Bezug bei der Deutsch-Klausur vorkam, könne sie aber ausschließen, so die Ministerin. Auch ansonsten tue man alles, um einen problemlosen Ablauf zu gewährleisten. "Wir haben mit dem Bifie gemeinsam viele Sicherheitsschleusen eingebaut, was die Auslieferung der Beispiele anlangt. Wir sitzen sehr oft mit den Schulpartnern zusammen, um auszuloten, was noch gebraucht wird, damit hier keine Fehlerkette mehr passiert." Einen Rücktritt im Falle eines Fehlers schließt Heinisch-Hosek aus: "Ich würde das nicht als einen Grund sehen aufzugeben, sondern auf jeden Fall weiterzumachen, weil Bildung viel mehr ist als nur die Reifeprüfung."

Mit Kritik hat die Opposition die Aussagen von Heinisch-Hosek in Sachen Schule bedacht. FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz bezeichnete die Ressortchefin als "Meisterin der Worthülsen", für seinen Grünen Kollege Harald Walser klangen ihre Aussagen "nicht ermutigend" und Team Stronach-Mandatar Robert Lugar empfahl Heinisch-Hosek überhaupt den Abgang.

(Quelle: S24)

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