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Studie

Geimpfte weniger ansteckend als Nicht-Geimpfte

Zentrale Frage der Pandemie-Bekämpfung

Geimpfte sind laut Studie deutlich weniger ansteckend
Bei Geimpften war die Wahrscheinlichkeit, im selben Haushalt lebende Menschen zu infizieren, geringer als bei Nicht-Geimpften.

Von Geimpften geht nach einer britischen Studie ein deutlich geringeres Übertragungsrisiko aus als von Nicht-Geimpften.

Grundlage der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung sind Daten von Menschen, die sich drei Wochen nach der Impfung mit den Vakzinen von BioNTech/Pfizer oder AstraZeneca mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Bei ihnen war die Wahrscheinlichkeit, im selben Haushalt lebende Menschen zu infizieren, zwischen 38 und 49 Prozent geringer als bei Nicht-Geimpften.

Zentrale Frage der Pandemie-Bekämpfung

Die Untersuchung gibt Hinweise auf eine zentrale Frage bei der Bekämpfung der Pandemie: Inwieweit bremst die Impfung die Weiterverbreitung des Virus? "Wir wissen bereits, dass die Impfungen Leben retten. Diese Studie ist die umfassendste Analyse tatsächlicher Fälle, und sie zeigt, dass die Impfungen auch die Infektionskette unterbrechen können", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

Impfung APA/Barbara Gindl/Archiv
Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri meinte, die Regierung werde garantieren, dass der Impfstoff, der in Italien in Umlauf kommen wird, sicher sein werde. (SYMBOLBILD)

Geimpfte müssen nicht mehr testen gehen

Geimpfte werden schon demnächst Getesteten gleich gestellt. Ein entsprechender Beschluss soll in einer Sondersitzung des Nationalrats fallen, die für Montagmittag in Aussicht genommen ist.

Für die Studie wurden die Daten aus rund 24.000 Haushalten ausgewertet, in denen sich ein Geimpfter angesteckt hatte. Dabei kam es insgesamt zu über 57.000 Kontakten der Infizierten mit anderen Mitgliedern des Haushalts. Diese Daten wurden verglichen mit rund einer Million Kontakten von nicht geimpften, infizierten Personen.

(Quelle: Apa/Reuters)

Geimpfte müssen nicht mehr testen gehen

Impfung APA/Barbara Gindl/Archiv
Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri meinte, die Regierung werde garantieren, dass der Impfstoff, der in Italien in Umlauf kommen wird, sicher sein werde. (SYMBOLBILD)

Geimpfte werden schon demnächst Getesteten gleich gestellt. Ein entsprechender Beschluss soll in einer Sondersitzung des Nationalrats fallen, die für Montagmittag in Aussicht genommen ist.

Damit werden sich Geimpfte bei den Mitte Mai anstehenden Lockerungsschritten etwa im Veranstaltungsbereich und der Gastronomie Tests ersparen. Dass die SPÖ der Koalition die notwendige Mehrheit sichert, gilt als fix.

Gleichstellung von Geimpften und Getesteten

Eigentlich wäre die entsprechende Regelung vom Nationalrat schon vor längerem im Rahmen eines größeren Gesetzespakets beschlossen worden. Doch der Bundesrat verweigerte seinen Segen und lässt das Paket jetzt acht Wochen abliegen, bevor es in Kraft treten kann. Grund für die Blockade war weniger die Gleichstellung von Geimpften mit Getesteten als die von der Koalition geplanten Eintrittstests in den Handel, die ebenfalls in der Novelle integriert waren.

Eintrittskarte nach Öffnung ab 19. Mai

Schon der mittlerweile zurückgetretene Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte daraufhin versucht, die Gleichstellung aus dem Paket herauszulösen und einen eigenen Beschluss dafür fassen zu lassen. Dies geschieht nun. Nach dem Nationalrat wird diesmal auch der Bundesrat zustimmen, womit schon bei der Öffnung am 19. Mai die Impfung alternativ zur Testung und Genesung als Eintrittskarte gilt.

Würde dieser Beschluss nicht gefasst, wäre auch nicht viel passiert. Denn schon sechs Tage nach der Öffnung tritt die Blockade des Bundesrats außer Kraft. Ab da wird es auch eine gesetzliche Basis für Zutrittstests im Handel geben. Aktuell sind diese jedoch nicht geplant.

Aufgerufen am 11.05.2021 um 04:22 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/geimpfte-weniger-ansteckend-als-nicht-geimpfte-103055047

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