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Geplante Flüchtlingshäuser brannten in Bayern

Alles deutet auf Brandstiftung hin Salzburg24
Alles deutet auf Brandstiftung hin

Nach dem Brand in drei geplanten Flüchtlingsunterkünften in Mittelfranken in Deutschland ermittelt der Staatsschutz. "Es spricht einiges dafür, dass es sich um Brandstiftung handelt", sagte am Freitag Polizeisprecher Robert Sandmann. An einem der benachbarten Gebäude im Ortskern von Vorra (Kreis Nürnberger Land) wurden Hakenkreuze und andere fremdenfeindliche Schmierereien entdeckt.

Die Ermittler suchen nun nach Spuren und Zeugen. Bisher gebe es keine Hinweise auf den oder die Täter, sagte Sandmann. Eine leer stehende Gaststätte, eine Scheune und ein leer stehendes Wohnhaus waren gegen 22.45 Uhr in Brand geraten. Sie waren umgebaut und renoviert worden und sollten nach einem Beschluss der Regierung von Mittelfranken demnächst Flüchtlingen als Unterkunft dienen.

Eine Nachbarin hatte den Brand in der Gaststätte entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Aus den Fenstern quoll starker Rauch. Kurze Zeit später wurde bemerkt, dass auch die anderen Gebäude in Flammen standen. Es gelang der Feuerwehr rasch, die Brände zu löschen. Rund 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Einer von ihnen erlitt leichte Verletzungen. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 700.000 Euro. Die Häuser sind unbewohnbar.

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann sprach sich am Freitag für einen besseren Schutz der Einrichtungen für Asylbewerber aus. "Es ist ganz offensichtlich Brandstiftung und diese Hakenkreuzschmierereien lassen den Verdacht zu, dass es sich hier um rechtsradikale Täter handeln könnte", sagte der CSU-Politiker. Er sicherte zu, die Behörden würden alles tun, um die Täter zu identifizieren. Wegen der wachsenden Zahl von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, forderte Herrmann aber auch eine rigorosere Abschiebepolitik.

(Quelle: S24)

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