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Gerhard Schmid neuer SPÖ-Bundesgeschäftsführer

Die SPÖ-Zentrale wird künftig von Gerhard Schmid geleitet. Der 55-Jährige ist seit seiner Jugend in der Sozialdemokratie verankert und begann vor 39 Jahren als Vorsitzender der Sozialistischen Jugend in Wien-Hietzing seine politische Laufbahn. Als "besten Mann für diesen Job" schildert SPÖ-Chef Werner Faymann den neuen Bundesgeschäftsführer.

Dieser sei seit fast vierzig Jahren ein wichtiger und engagierter Mitstreiter der österreichischen Sozialdemokratie und habe sich im Rahmen seiner vielseitigen Tätigkeiten stets für ein soziales und friedliches Zusammenleben aller Menschen eingesetzt. Schmid selbst meinte, es sei ihm eine Ehre und große Freude, die Geschäftsführung jener Partei zu übernehmen, für die er seit Jahrzehnten mit vollem Herzen tätig sei. Faymann dankte er für das Vertrauen. Offiziell bestellt wird Schmid erst im Bundesparteivorstand am 3. Juli.

Neu aufgestellt wird auch die Kommunikation in der Löwelstraße. Matthias Euler-Rolle, der bisher neben Susanna Enk für den Kanzler sprach, wird Kommunikationschef der SPÖ.

Mit der Bestellung von Gerhard Schmid zum neuen Bundesgeschäftsführer überrascht die SPÖ. In den vergangenen Tagen wurden mehrere Personen aus dem Umfeld von Parteichef Werner Faymann genannt, auf den 55-Jährigen Wiener war aber niemand gekommen. Zwar ist Schmid stellvertretender Kabinettschef Faymanns, der Öffentlichkeit war er aber völlig unbekannt.

Allerdings ist er ein echtes SPÖ-Urgestein. Schon mit 16 übernahm er die Leitung der Sozialistischen Jugend in Hietzing. Dann musste Schmid allerdings bis in die Mitte seiner 30er warten, ehe er es bis in die Bezirksvertretung im Wiener Nobel-Bezirk schaffte. Seit 2011 ist der Vollbartträger Bezirksparteivorsitzender.

Beruflich lief es für Schmid durchaus abwechslungsreich. Der Doktor der Politikwissenschaften war lange Berufsschullehrer, am Ende dieser Laufbahn drei Jahre Vizerektor solch einer Bildungseinrichtung. Danach wurde er Direktor am Pädagogischen Institut des Bundes in Wien. Nach dem Übergang dieser Institution in die neu geschaffene Pädagogische Hochschule folgte eine kurze Tätigkeit als Professor - ein Titel, den er auch heute noch trägt.

2007 wechselte Schmid ins Vorzimmer der Politik. Der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann (SPÖ) nahm Schmid in sein Kabinett auf. Als Faymann ins Kanzleramt wechselte, ging Schmid mit. Anfang des Jahres rückte er zum stellvertretenden Kabinettschef auf.

(Quelle: S24)

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