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Gestrandeter Frachter in der Nordsee lässt Experten tüfteln

Der Frachter "Glory Amsterdam" in der Bucht vor Langeoog APA (dpa)
Der Frachter "Glory Amsterdam" in der Bucht vor Langeoog

Nach der Havarie des Frachter "Glory Amsterdam" in der stürmischen Nordsee vor Deutschland arbeiten Experten weiter mit Hochdruck an einem Rettungskonzept. Ein ursprünglich erwogener Freischleppversuch am Montag gegen 19.30 Uhr mit dem Abendhochwasser sei nicht vorgesehen, teilte das Havariekommando Cuxhaven am Montagnachmittag mit. Aus dem Frachter trat demnach bisher kein Öl aus.

Die Reederei des unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffes beauftragte den Angaben zufolge ein Bergungsunternehmen, das nun zusammen mit den Fachleuten des Havariekommandos ein Bergungskonzept erarbeitet. "Der Einsatz von großen Schleppern ist derzeit nicht möglich. Die Wassertiefe um den Havaristen ist zu gering", hieß es in einer Mitteilung. Spezialisten des Bergungsunternehmens befinden sich demnach an Bord. Gemeinsam mit weiteren Experten wird den Angaben zufolge der technische Zustand des Schiffes überprüft. Parallel entsendet das Havariekommando nach eigenen Angaben ein Team zum Havaristen, das die medizinische Betreuung der Besatzung wegen Seekrankheit übernehmen soll.

Frachter läuft auf Meeresgrund auf

Der Hochseeschlepper Nordic und das Mehrzweckschiff Mellium befanden sich weiterhin bei der "Glory Amsterdam". Zugleich kontrollierte ein Flugzeug des Havariekommandos in regelmäßigen Abständen, ob aus dem Schiff Schadstoffe austreten. "Bisher konnten keine festgestellt werden", teilten die Experten mit. Der Frachter hat 1.800 Tonnen Schweröl und 140 Tonnen Marinediesel als Treibstoff an Bord. Die "Glory Amsterdam" war am Sonntag während des Sturms "Herwart" stundenlang mit zwei ausgebrachten Ankern manövrierunfähig im Meer getrieben und schließlich 2,2 Kilometer vor Langeoog auf Meeresgrund gelaufen.

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

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