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Kreativ in der Quarantäne

Tausende "Kunstwerke" bei Getty Museum Challenge

Bilder zuhause nachstellen

Der Aufruf des kalifornischen J. Paul Getty Museums, während der Corona-Krise Kunstwerke nachzustellen, hat überraschend großen Zuspruch gefunden. "Wir haben schon etwa 100.000 Einsendungen bekommen", sagte Getty-Mitarbeiterin Annelisa Stephan am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Täglich würden jetzt noch Hunderte Fotos von den Nachahmungen eintreffen, auch aus Europa.

Ende März hatte das wegen dem Coronavirus geschlossene Museum in Los Angeles Kunstfans zu einer Challenge animiert: Schaut euch Kunstwerke in unserem Online-Archiv an und stellt sie zu Hause nach. Die Empfehlung, für die kreative Eigenschöpfung nur drei Gegenstände oder Materialien zu benutzen, hatte das Museum bei dem niederländischen Instagram-Account "tussenkunstenquarantaine" abgeschaut.

We challenge you to recreate a work of art with materials at home. (Inspired by Rijksmuseum and @...

Gepostet von Getty am Mittwoch, 25. März 2020

Witzige Einfälle und Kreationen

Das Museum sei von den vielen Einfällen und witzigen Kreationen völlig überrascht, sagt Stephan. Mit Klopapier, Kaffeefiltern, Handtüchern, Staubsaugern, Lebensmitteln, Haustieren und anderen Gegenständen seien Meisterwerke großer Künstler neu interpretiert worden. Besonders beliebt: Gemälde von Vincent van Gogh, Jan Vermeer, Rembrandt, Salvador Dalí und Frida Kahlo.

Van Goghs "Schwertlilien"-Gemälde wurde etwa aus Plastilin, Perlen und Karotten nachgeahmt, für Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" musste ein Mops mit Kopftuch und Ohrring herhalten. Eine Kunstliebhaberin stellte einen antike Skulptur eines Harfenspieler mit dem Schlauch ihres Staubsaugers nach, "Die Wäscherin" des französischen Malers Jean-Baptiste Greuze wurde von einem kleinen Mädchen und seiner Mutter vor einer Waschmaschine neu interpretiert.

Museum postet Nachahmungen

Auf Twitter, Instagram und Facebook postet das Getty Museum die zahlreichen Zusendungen. Manche Teilnehmer hätten nach eigenen Angaben viele Stunden an ihren Nachahmungen gebastelt. "Also viel länger, als jemand im Museum vor einem Kunstwerk stehen würde", freut sich Annelisa Stephan über den Eifer der Nutzer.

Die Aktion würde noch andauern, solange das Museum wegen der Corona-Pandemie geschlossen hat. Die Einrichtung ist für seine große Sammlung europäischer Kunst von der Antike bis zur Gegenwart bekannt.

(Quelle: APA)

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