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Gewerkschaft weitete Streik bei der Deutschen Post aus

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ihren Streik bei der Deutschen Post am Freitag ausgeweitet. An dem seit Montag laufenden Ausstand beteiligen sich laut Gewerkschaft inzwischen 17.500 Post-Angestellte; die Post spricht von 17.800 Streikenden. Der Streik lässt derzeit etwa jeden fünften Brief und jedes fünfte Paket zu spät beim Empfänger ankommen.

Die Deutsche Post teilte am Freitag mit, sie gehe davon aus, dass verzögerte Paketsendungen lediglich mit einem Tag Verspätung zugestellt werden können. Nach Angaben der Deutschen Post sind Briefzentren und die Brief- und Paketzustellung von dem Streik betroffen, nicht aber die Paketzentren. Von den 65 Millionen Briefsendungen, die pro Tag verschickt werden, würden 82 Prozent pünktlich ausgeliefert. Bei den 3,5 Millionen Paketen seien es 80 Prozent.

Die Post-Beschäftigten hatten am Montag mit dem unbefristeten Streik begonnen. Knackpunkt in dem festgefahrenen Tarifkonflikt ist vor allem die schlechtere Bezahlung bei den umstrittenen neuen Regionalgesellschaften der Post. Die Mitarbeiter dort werden nicht nach dem Haustarifvertrag der Deutschen Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche. ver.di lehnt dies strikt ab und sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen.

Bei der Deutschen Post sind rund 136.000 Menschen im Haustarif beschäftigt. Hinzu kommen etwa 40.000 Beamte, die vorwiegend in der Zustellung arbeiten und nicht streiken dürfen. Als Briefträger sind 86.000 Mitarbeiter tätig, weitere 14.700 in der Paketzustellung. Bestreikt werden derzeit die bundesweit 82 Briefzentren, die Paketzentren waren bis zum Freitag von den Arbeitskampfmaßnahmen noch ausgenommen. Außerdem wurden in den vergangenen Tagen Brief- und Paketboten von Tag zu Tag in den Ausstand einbezogen.

(Quelle: S24)

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