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Absturz geht weiter

Goldpreis auf tiefstem Stand seit fast einem Jahr

Edelmetall auf Finanzmärkten unter Druck

symb_Gold, symb_Goldbarren pixabay
Gold sei derzeit schlicht nicht populär. (SYMBOLBILD)

Gold steht an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Am Donnerstagvormittag fiel der Preis für das Edelmetall auf den tiefsten Stand seit elf Monaten.

Im Tief wurde für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) in London 1.685 US-Dollar gezahlt. Das ist der niedrigste Preis seit August 2021. Auch der Silberpreis gab weiter nach, lag aber noch über seinem in der vergangenen Woche markierten Zweijahrestief von 18,15 Dollar je Feinunze.

Gold gegen Wertpapiere

In den vergangenen Monaten wurden Edelmetalle durch mehrere Faktoren belastet. Dazu gehören zum einen der deutlich aufwertende Dollar, der die in der US-Währung gehandelten Edelmetalle für viele Investoren wechselkursbedingt verteuert und auf der Nachfrage lastet. Zum anderen führen weltweit steigende Kapitalmarktzinsen dazu, dass Anleger Gold und Silber weniger gewogen sind. Denn die Edelmetalle werfen im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren keine regelmäßigen Erträge ab.

Absicherung gegen Inflation

Experte Craig Erlam vom Handelshaus Oanda weist jedoch darauf hin, dass der Goldpreis zuletzt auch dann gefallen ist, wenn weder der US-Dollar noch die Marktzinsen angestiegen sind. Das sei kein gutes Zeichen für die Edelmetalle, die aktuell offenbar sehr anfällig für Rückschläge seien.

Gold sei derzeit schlicht nicht populär. Normalerweise gilt das Edelmetall als Krisenschutz und Absicherung gegen eine hohe Inflation, wie sie gegenwärtig vielerorts vorherrscht.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 10.08.2022 um 07:23 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/goldpreis-auf-tiefstem-stand-seit-fast-einem-jahr-124564714

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