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Blindenleitsystem

Google ehrt Seiichi Miyake

Leichterer Alltag für sehbehinderte Menschen

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Das sogenannte Blindenleitsystem wird heutzutage weltweit eingesetzt.

Die Google-Startseite dürfte am heutigen Montag für einiges Erstaunen sorgen, denn statt des üblichen Logos ist eine animierte Person mit Blindenstock auf einer Straße mit Rillen und Noppen zu sehen. Der Suchmaschinen-Gigant ehrt damit den Japaner Seiichi Miyake (1926 – 1982), der die Idee für das sogenannte Blindenleitsystem hatte.

Das Leitliniensystem oder taktile Bodenleitsystem wird heutzutage weltweit eingesetzt. Somit können sich blinde oder sehbehinderte Menschen im öffentlichen Raum orientieren. Runde oder längliche Erhebungen im Boden können durch Benützung eines Blindenstocks, eines Blindenhundes oder mit den Füßen erspürt werden.

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Google erinnerte am 18. März 2019 an den japanischen Erfinder Seiichi Miyake.

So funktioniert das System von Miyake

Runde Noppen kennzeichnen Gefahr, zum Beispiel an Bahnsteigkanten oder am Fußgängerüberweg. Längliche Formen oder Rillen verheißen hingegen einen gefahrlosen Weg. Erstmals kam das Leitsystem von Miyake am 18. März 1967 in Okayama City zum Einsatz – anfangs habe der Japaner sein eigenes Geld in das Projekt gesteckt, mittlerweile hat es die Welt erobert. Ursprünglich habe er übrigens einem Freund helfen wollen, dessen Sehkraft eingeschränkt war.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 20.06.2019 um 05:01 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/google-ehrt-seiichi-miyake-67433563

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