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Grazer Inklusions-Kulturfestival InTaKT wächst

Zum dritten Mal seit seiner Gründung 2016 findet heuer das inklusive Tanz-, Kultur- und Theaterfestival InTaKT von 17. bis 25. November in der Steiermark statt. Am Dienstag präsentierten die Festivalverantwortlichen und Mitwirkende gemeinsam in Graz das diesjährige Programm.

Headliner und gleichzeitig Eröffnungsveranstaltung am Samstag (17. November) im Grazer Schauspielhaus ist die Tanztheaterproduktion "Ali/Flügel" des Bozner "Teatro La Ribalta" (Theater Die Bühne). Zwei Nachwuchstänzer, Jason De Majo und Michael Untertrifailer - beide mit Downsyndrom - erzählen darin die Geschichte eines frustrierten jungen Mannes und eines verwundeten Engels, der lieber Mensch sein möchte.

Am Sonntag eröffnet die Fotoausstellung "Tandem" im Universalmuseum Joanneum, in der gemeinsame Arbeiten von Fotografierenden mit und ohne Beeinträchtigungen gezeigt werden. Bei der Programmvorstellung am Dienstag präsentierten die inklusiven Fotografen und Fotografinnen-Teams vielversprechende Kostproben ihrer Arbeiten.

Unter den involvierten Spielstätten und Institutionen ist auch dieses Jahr das Grazer Kindermuseum Frida & Fred - Knopftheater. Dort wird unter anderem das traditionsreiche Laibacher Puppentheater Ljubljana Lutkovno Gledalisce mit dem Toleranzstück "Goose the Bear" (Die Gans, die glaubte, ein Bär zu sein) zur Aufführung bringen. Dieses Stück ist ebenso wie die zweite dort stattfindende Produktion, das österreichisch-japanische Pilotprojekt "Onigri", für Kinder ab zwei Jahren geeignet.

Weitere involvierte Institutionen sind unter anderem das Theater am Ortweinplatz, das Next Liberty, das GrazMuseum, das Rechbauerkino und die Kunstuniversität Graz. Die Veranstalter von InTaKT rechnen heuer an allen neun Spieltagen zusammengerechnet mit über 1.000 Besuchern. Das würde ein rund zehnprozentiges Plus im Vergleich zum Vorjahr bedeuten. 2016 startete man - bei der wesentlich kürzeren Festivaldauer von zwei Tagen - mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern.

Der Erfinder und Organisatorische Leiter des Festivals, Christoph Kreinbucher, erklärte, die weiteren Ziele des Festivals seien, zu wachsen und - abhängig von den finanziellen Mitteln - einerseits mehr inkludierende und integrative Kunstprojekte aus anderen europäischen Staaten nach Graz zu holen und andererseits den Inklusionsgedanken mithilfe der Kunst tiefer in die steirischen Regionen zu bringen. In Form der Kooperation mit dem Bildungshaus Schloss Retzhof in Wagna bei Leibnitz ist heuer ein erster Schritt in diese Richtung getan. Dort findet am Donnerstag, 22. November, ein Musik- und Tanzworkshop mit Elisabeth Harnik und Angelika Holzer statt.

(APA)

(Quelle: S24)

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