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Greta Thunberg

Von der Einzelkämpferin zur weltweiten Bewegung

Greta Thunberg APA/AFP/Johannes EISELE
Inzwischen gehen Millionen Menschen im Namen von "Fridays for Future" auf die Straße.

Zum Abschluss der Klima-Aktionswoche findet am morgigen Freitag, unter anderem in der Stadt Salzburg, ein Earthstrike statt. Die Anfänge der Bewegung gehen auf den Protest der damals 15-jährigen Greta Thunberg im Sommer 2018 vor dem schwedischen Parlament zurück. Eine Chronologie.

Die junge Schwedin, die erstmals mit acht Jahren von der Erderwärmung erfuhr, hatte im Sommer des Vorjahres von der Untätigkeit der Politik genug. Am 20. August 2018, dem ersten Schultag nach den Ferien, platzierte sie sich mit einem Schild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" ("Schulstreik für das Klima") vor dem Schwedischen Reichstag in Stockholm. Zunächst agierte sie allein. Schon bald berichteten die Medien über sie und Thunberg begann auch via Twitter über ihren Protest zu schreiben.

Greta Thunberg APA/AFP/TT News Agency/Hanna FRANZEN
Am Anfang protestierte Greta Thunberg ganz alleine in Stockholm.

"Fridays for Future" wird zum weltweiten Protest

Mit der Aktion, die sie später nur noch auf Freitage beschränkt, inspirierte Thunberg unzählige junge Menschen weltweit. Als Klimastreikerin fand Greta Thunberg ab November 2018 Nachahmer, zunächst in Schweden, wo sich bald Schülerinnen und Schüler vor den Rathäusern von rund hundert schwedischen Kommunen ihrem Protest anschlossen. Es folgten gleichartige Aktionen unter anderem in Australien, Belgien, Frankreich, Finnland und Dänemark. Anfang Februar dieses Jahres fand auch erstmals im Land Salzburg ein Klima-Schulstreik statt. Eine der Mitorganisatorinnen, Anika Dafert, reiste diese Woche mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum UN-Klimagipfel nach New York.

Jugendliche spricht vor Staatschefs

Seit Beginn der Proteste traf Greta Thunberg auf zahlreiche mächtige Politikerinnen und Politiker: Unter anderem UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei der UN-Klimakonferenz 2018 im polnischen Katowice. Sie nahm auch am Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz teil oder sprach vor mehreren EU-Ausschüssen in Brüssel und dem britischen Parlament in London oder traf Papst Franziskus.

Um sich vermehrt den Klimaaktionen widmen zu können, kündigte sie an eine einjährige Pause ihrer Schulausbildung zu nehmen. Zum UN-Klimagipfel in New York reiste die junge Schwedin schließlich medienwirksam mit einem Segelboot an. Am 23. September forderte sie in einer emotionalen Rede die rund 60 anwesenden Staats- und Regierungschefs zu mehr Einsatz beim Schutz des Klimas auf und warf ihnen vor, ihre Generation im Stich zu lassen.

Hohe Auszeichnungen für Greta Thunberg

Für ihr Engagement wurde Thunberg bislang unter anderem mit dem Alternativ-Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet, zur Botschafterin des Gewissens von Amnesty International gekürt oder unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019 vom Time-Magazine gewählt.

Greta Thunberg muss für ihr Tun aber auch viel Kritik einstecken. Warum sie so polarisiert, erklärt Psychologin Isabella Uhl-Hädicke von der Uni Salzburg HIER.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 16.10.2019 um 04:21 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/greta-thunberg-wo-die-fridays-for-future-ihren-anfang-nahmen-76790977

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