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Gruppenvergewaltigung: U-Haft über neun Tatverdächtige verhängt

Die Iraker befinden sich in U-Haft. APA/BARBARA GINDL
Die Iraker befinden sich in U-Haft.

Nach der Gruppenvergewaltigung einer 28-jährigen Deutschen in der Silvesternacht in Wien-Leopoldstadt ist über neun am Wochenende festgenommene Iraker Untersuchungshaft verhängt worden. Das sagte Gerichtssprecherin Christina Salzborn am Dienstag auf APA-Anfrage. Indes äußerte das Opfer die Vermutung, mit K.o-Tropfen betäubt worden zu sein.

Die 28-Jährige habe das angegeben, nachdem sie ein "starkes Blackout" gehabt habe, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Dienstag. K.o.-Tropfen konnten bei einer Blutuntersuchung jedoch nicht beziehungsweise nicht mehr nachgewiesen werden. K.o.-Tropfen sind schwer nachzuweisen und verflüchtigen sich schnell aus dem Blut. Das Opfer war in der Silvesternacht erheblich alkoholisiert. Zum Tatzeitpunkt dürfte die Frau dem Vernehmen nach etwa zwei Promille aufgewiesen haben, was von den Tätern ausgenutzt wurde. Physische Verletzungen wurden bei der deutschen Staatsbürgerin nach Polizeiangaben nicht festgestellt.

Beschuldigte bestreiten Vergewaltigung

Die Beschuldigten im Alter zwischen 21 und 47 Jahren bleiben vorerst wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr in der Justizanstalt Wien-Josefstadt. Die Verdächtigen machten vor dem Richter keine Angaben. Laut Polizei hatten alle neun bereits nach der Festnahme die Tat bestritten. Die Männer, die in Österreich Asyl beantragt hatten, waren nach monatelangen Ermittlungen am Samstag und Sonntag in verschiedenen Wohnungen und Unterkünften in Wien, Niederösterreich und der Steiermark gefasst worden.

Asylstatus bei einigen bereits anerkannt

Seit wann genau sich die neun am Wochenende festgenommenen Iraker in Österreich aufhalten, war noch Gegenstand von Erhebungen. Die Beschuldigten hatten jedenfalls alle Asyl beantragt, bei einigen wurde der Asylstatus bereits anerkannt.

Einige der Männer wurden wenige Monate vor der Tatnacht in Österreich registriert, wie die APA erfuhr. Bei einem Beschuldigten erfolgte der erste Eintrag ins Fremdenregister Ende Mai 2015. Zwei weitere erhielten ihren Fremdenpass Mitte September beziehungsweise Ende Oktober 2015. Ein Verdächtiger wurde überhaupt erst nach der Tat erstmals erfasst, sein Fremdenpass datiert auf den 21. März 2016.

(APA)

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