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Harvey Weinstein

Millionen-Einigung mit Sex-Opfern

Harvey Weinstein APA/AFP/Don Emmert
Weinstein wird von mehr als 80 Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben.

Ex-Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein hat mit den Opfern, die ihm sexuelle Belästigung vorwerfen, laut Medienberichten eine vorläufige Einigung erzielt. Die Vereinbarung, die sämtliche Opfer und Gläubiger betrifft und auch die Verfahren gegen Weinstein in Kanada und Großbritannien einschließt, beläuft sich auf 44 Millionen Dollar (39,4 Millionen Euro), so das "Wall Street Journal".

Bisher sei die Einigung aber noch nicht unterzeichnet worden. Aus dem Weinstein-Lager gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Die Einigung betrifft aber nur die Zivilverfahren gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul. Nicht betroffen sei ein Strafverfahren, das in New York gegen Weinstein geführt wird, berichtete die Zeitung. Er steht dort wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und anderer sexueller Vergehen gegen zwei Frauen ab September vor Gericht. Weinstein hat alle Vorwürfe abgestritten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Anklage gegen Harvey Weinstein

Der einstige Hollywood-Produzent wird von mehr als 80 Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben. Unter ihnen sind Filmstars wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Ashley Judd. Angeklagt ist er aber nur in den Fällen zweier Frauen, viele andere sind verjährt. Der Fall Weinstein hatte eine weltweite Kampagne gegen sexuelle Belästigung ausgelöst. Unter dem Hashtag #MeToo machten zahlreiche Missbrauchsopfer ihre Erfahrungen öffentlich. Unter den Beschuldigten sind viele Prominente.

(Quelle: APA)

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