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Hinrichtung nach 80 Minuten erfolglos abgebrochen

Die Hinrichtung in Lucasville wurde abgebrochen. AP Photo/Kiichiro Sato/Archiv
Die Hinrichtung in Lucasville wurde abgebrochen.

Die Hinrichtung eines Todeskandidaten im US-Bundesstaat Ohio ist in letzter Minute verschoben worden - weil das Gefängnispersonal bei dem schwerkranken Mann keine ausreichend kräftige Vene fand, um die Giftspritze zu setzen. Ein neuer Termin wurde für Juni 2019 angesetzt.

Noch am Vortag hatte das Oberste Gericht der USA einen Antrag der Anwälte des 69-jährigen Alva Campbell abgewiesen, wegen dessen Lungenerkrankung die Hinrichtung zu verschieben. Am Tag danach suchten die Strafvollzugsbeamten laut Angaben anwesender Journalisten dann 20 Minuten vergeblich an Armen und Beinen des Mannes nach einer geeigneten Vene für den Katheter. Nach rund 80 Minuten wurde der Versuch schließlich abgebrochen, berichtete Spiegel Online am Donnerstag.

Todeskandidat vor 20 Jahren verurteilt

Campbell hatte im Rollstuhl in den Hinrichtungsraum gebracht werden müssen - und hatte ein Atemhilfegerät dabei. Nach Angaben seiner Anwälte leidet der 69-Jährige an schwerem Lungenversagen und ist vier Mal täglich auf Hilfe beim Atmen angewiesen. Sie vermuten, dass er an Lungenkrebs leidet. Campbell war wegen der Ermordung eines 18-Jährigen im Jahr 1997 zum Tode verurteilt worden.

Im Jahr 2016 wurden in den USA 20 Menschen hingerichtet. Hier seht ihr eine Grafik zur weltweiten Situation.

Todesstrafe weltweit Salzburg24
Todesstrafe weltweit

(APA/S24)

(Quelle: S24)

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